Vegane Ernährung bei Gicht: Übersicht über Purine in pflanzlichen Lebensmitteln

Hilft eine vegane Ernährung bei Gicht? Wie bei vielen anderen typischen Wohlstandskrankheiten wie Diabetes profitieren Patienten davon und führen häufig ein gesünderes Leben. In früheren Jahrhunderten galt sie als eine Krankheit der Könige und Reichen, da die häufig die Einzigen waren, die sich Fleisch und Fisch leisten konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Gicht zu einer typischen Zivilisationskrankheit.

Was sind die Ursachen für Gicht?

Purine sind Stickstoffverbindungen und ein wichtiger Bestandteil der DNA von Menschen, Tieren und Pflanzen. Im menschlichen Organismus werden sie zu Harnsäure abgebaut. Ein stark erhöhter Harnsäurespiegel wird als Hyperurikämie bezeichnet. Das klinische Erscheinungsbild der Hyperurikämie ist die Gicht, die häufigste Form rheumatischer Gelenkerkrankungen.

Bei einer Hyperurikämie bilden sich Harnsäurekristalle, die sich an verschiedenen Körperstellen wie Gelenken, Schleimbeuteln, Sehnen, in der Haut und im Ohrknorpel ablagern und entzünden können. Heftige Gelenkentzündungen und Gelenkschäden können entstehen. Auch in der Niere setzen sich die Kristalle ab. Bleibt die Gicht unbehandelt, kommt es leicht zu Nierensteinen und Nierenschäden. Zu Beginn der Erkrankung und – ohne geeignete Therapie – auch im weiteren Verlauf, leiden Patienten an extrem heftigen Schmerzattacken. Oft ist beim akuten Gichtanfall als erstes die große Zehe, genauer das Großzehengrundgelenk, betroffen.