Ich hatte ja am 15. Januar mein Experiment autofrei bei Facebook gestartet, nachdem ich von meiner Werkstatt den Anruf bekam, dass die Reparatur meines Citroën Picasso 1500 € kosten würde. Ich wollte das Geld nicht in ein 15 Jahre altes Auto investieren, was mich in den letzten Jahren schon mehr als genug Geld gekostet hatte.


Am 17. Januar fuhr ich mit dem Fahrrad im strömenden Regen zu der Werkstatt und holte meine restlichen Sachen aus dem Auto. Die Abmeldung sowie Verschrottung übernahm die Werkstatt kostenlos. Ich war ihnen dafür sehr dankbar. Sogar das Radio baute ein netter Mechaniker mir noch aus. Ich machte noch ein letztes Foto, übergab die Papiere der Werkstatt und fuhr mit dem schwer bepackten Rad nach Hause.

Wenn ich ehrlich bin, war ich an dem Tag wirklich ein bisschen geknickt. Schließlich habe ich das Auto von meinen Eltern übernommen und es war knapp 15 Jahre in Familienbesitz. Mein Freund und ich nannten es immer liebevoll Dickschiff, da es sich schon teilweise wie ein LKW fuhr, vor allem in engen Parkhäusern. Vorher fuhren wir beide immer Micra, der ist natürlich viel wendiger.

Abends holte ich mir eine Pizza und ein Freund kam zum Videoabend. Wir stießen auf mein Auto an und ich hatte somit noch einen würdigen Abschluss des Tages.

Wie ist es mir ergangen?

Mittlerweile bin ich schon seit dem 3. Januar ohne Auto, da es an dem Tag den Geist aufgab und am nächsten Tag in die Werkstatt abgeschleppt wurde. Also bin ich schon vier Wochen ohne Auto.

Mittlerweile ist die Tatsache in meinem Hirn angekommen und ich denke nicht mehr, ach da könnte man doch jetzt mal hinfahren und dann fällt mir wieder ein, dass ich ja gar kein Auto mehr habe 😀 So ging es mir die ersten Wochen. Das hat sich jetzt geändert, ich gucke jetzt immer bei Google Maps wie die Zugverbindungen sind.

autofrei leben
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Aufgrund des schlechten Wetters und Frostes habe ich keine längeren Touren mit dem Rad gemacht, sondern war in den Regenpausen immer nur kurz einkaufen. Auch etwas, was sich ändert, wenn man kein Auto mehr hat. Früher konnte man bei jedem Wetter einkaufen gehen, es war auch nicht besonders anstrengend, das Gaspedal durchzudrücken.

Dann hatte man irgendwie noch Hummeln im Hintern und ging spazieren oder machte eine Radtour. Jetzt nutzt man die Regenpausen für Einkäufe und kommt nur noch am Wochenende auf die Idee, noch Spaziergänge zu machen 😉 Weil man im Alltag schon viel Bewegung bekommt. Zusätzlich mache ich ja auch noch regelmäßig Sport auf meinem Mini Trampolin.

Mobilität und Kosten

Ich habe grob ausgerechnet, dass mich das Auto etwa inklusive einer Tankfüllung im Monat mindestens 90 € kostet. Und dafür steht es hauptsächlich vor der Tür rum. Dafür kann ich mir auch ein Taxi zum Bahnhof leisten und spare immer noch Geld.

Mit der Bahn und Rad komme ich auch zum Dümmer See am Wochenende und in der Woche mit dem Bus. Wenn ich etwas besser trainiert bin, kann ich auch mit dem Rad fahren.

Wenn ich jetzt an einer Werkstatt vorbei fahre, muss ich immer grinsen und freue mich, dass ich diese Kosten nicht mehr an der Backe habe. Keine Termine mehr für Öl- oder Reifenwechsel sowie TÜV. 

Bis jetzt bereue ich meinen Entschluss kein bisschen! 🙂

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