Eine vegane Ernährung macht Diabetiker Typ-2 schlanker, gesünder und glücklicher, ergab eine kürzlich veröffentlichte Auswertung von Studien. Mit einer Ernährungsumstellung kann jeder Typ-2-Diabetiker den Verlauf seiner Erkrankung positiv beeinflussen. Wer auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs verzichtet, profitiert am meisten davon.

Diabetes
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Mit einer Änderung des Lebens- und Ernährungsstils kann man bei Diabetes viel ausrichten. Kalorienarme Lebensmittel mit vielen mehrfach sowie einfach ungesättigten Fettsäuren sind am besten. Gesättigte Fettsäuren sollten stark reduziert und Transfettsäuren gemieden werden. Zwei Gesellschaften für Endokrinologie in den USA, die American Association of Clinical Endocrinologists und American College of Endocrinology, raten in einer Leitlinie aus diesem Jahr zu einer veganen Ernährung.

Und das Beste ist: Nicht nur die Blutzuckerwerte lassen sich so langfristig senken, auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Patienten verbessert sich. Eigentlich logisch, oder? Wenn man gesünder ist, ist man auch zufriedener! Dies bestätigt ein aktueller Review aus Großbritannien.

Anastasios Toumpanakis von der Universität in London und seine Kollegen starteten eine umfangreiche Literaturrecherche und werteten die vorhandenen Veröffentlichungen auch auf psychologische Aspekte hin aus. Insgesamt neun Studien erfüllten die Kriterien. In acht davon hatten sich die Teilnehmer der Interventionsgruppe vegan ernährt, in einer wurde ein vegetarischer Ernährungsstil eingehalten (insgesamt 219 Probanden). Die 214 Teilnehmer der Kontrollgruppen wurden ernährungsmedizinisch beraten und auf leitlinienkonforme Diäten eingestellt.

Veganer sind gesünder

Eine vegane Ernährung verbesserte nicht nur die Diabeteskontrolle, parallel stiegen auch Wohlbefinden und Lebensqualität der Patienten. Die HbA1c-Werte sanken bei Patienten, die sich vegan bzw. vegetarisch ernährt hatten, deutlich stärker als bei den Kontrollgruppen. Vegetarier bzw. Veganer hatten im Durchschnitt mehr Körpergewicht verloren (5,23 kg vs. 2.83 kg) und schnitten beim Gesamtcholesterin besser ab als die Vergleichsgruppen. Einen Effekt auf die Nüchternglukosewerte ließ sich wiederum nur bei Probanden der Interventionsgruppen beobachten, in insgesamt vier Studien.

Höhere Zufriedenheit bei den Pflanzenfressern

Die Teilnehmer, die sich vegan bzw. vegetarisch ernährten, erzählten nicht nur von einer besseren Lebensqualität, bei ihnen war das körperliche und psychische Wohlbefinden signifikant erhöht. Das war bei den Diabetikern der Kontrollgruppe in diesem Ausmaß nicht der Fall. Auch ein statistisch signifikanter Rückgang der Depressionen fand sich in den Interventionsgruppen. Schmerzen und neuropathische Beschwerden sanken ebenfalls durch die pflanzenbasierte Ernährungsweise.


Quelle

Effectiveness of plant-based diets in promoting well-being in the management of type 2 diabetes: a systematic review

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