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Die Wegwerfkuh: Interview mit der Autorin Tanja Busse

Wer hat Schuld an der Landwirtschaft, wie wir sie derzeit haben? Mit Milchkühen, die im Alter von 3 bis 5 Jahren bereits zum Schlachter wandern, Hühnern, die kaum noch laufen können und eingesperrten Säuen, die mehr Ferkel gebären, als sie säugen können?

Ist es die Politik, der Verbraucher oder der Landwirt? Und wie kommen wir wieder raus aus diesem System, das sich ländlicher Strukturwandel nennt? In dem immer mehr Lebensmittel von immer weniger riesigen Agrarkonzernen produziert werden und kaum ein durchschnittlicher Landwirt noch von seiner Arbeit leben kann, ohne Millionen Kredite abzahlen zu müssen?

Bevor ich das Buch von Tanja Busse „Die Wegwerfkuh“ gelesen hatte, war für mich vor allem der böse Landwirt schuld an der Situation. Doch ist das wirklich so? Ist es richtig, immer auf den kleinen Bauernfamilien mit teils jahrhundertelanger Tradition herumzuhauen? Sind sie nicht vielleicht nur gefangen in einem System, von dem nur einige wenige profitieren und unter dem die Tiere, die Umwelt, die kleinen Landwirte und nicht zuletzt auch die Verbraucher leiden?

Ich wollte noch mehr erfahren und schrieb eine Mail an Tanja Busse, mit der Frage, ob sie für ein Interview zur Verfügung stehen würde. Klar, gerne, schrieb sie zurück.