Klima, Menschenrechte, Gesundheit, Alternativen: Fakten über Palmöl

Bei dem Wort Palmöl kommen einem sofort abgeholzte Regenwälder, abgemagerte Orang Utans und endlose Monokulturen in den Sinn – Zeit für eine Sammlung von Fakten über Palmöl. Ich wollte mich genauer über das gesamte Ausmaß des globalen Palmölanbaus und -verbrauchs informieren und recherchierte sehr gründlich.

Gibt es überhaupt Alternativen? Ist Palmöl nun krebserregend? Wie steht es um die Menschenrechte, Kinderarbeit und Pestizidbelastung? Kann es nachhaltig angebaut werden? Was sollte man als Verbraucher tun?

Die Historie

Die Ölpalme, lateinisch Elaeis guineensis, stammt ursprünglich aus den Regenwäldern von Westafrika und war dort als Nutzpflanze bekannt. Durch portugiesische Seeleute gelangten 1466 erste Berichte über Palmöl nach Europa. Die Pflanze selbst wurde erst 1763 wissenschaftlich beschrieben. 1848 kam die Ölpalme als Zierpflanze in Botanische Gärten nach Asien, je zwei Palmen aus dem Botanischen Garten von Amsterdam und von Réunion nach Bogor (Indonesien) und von da später weiter nach Singapur und Sumatra.

Der technische Fortschritt ermöglichte eine industrielle Aufbereitung des Öls und somit war das Verarbeitungsproblem der schnellverderblichen Früchte gelöst. Nun wurden größere Plantagen angelegt – in Westafrika ab 1908, in Indonesien ab 1911 und in Malaysia ab 1919. 1970 betrug die globale Palmölproduktion nur etwa 1 Million Tonnen. Heute ist es mit 66 Millionen Tonnen pro Jahr das meist produzierte Pflanzenöl weltweit.