Rezension: Landraub von Kurt Langbein & Christian Brüser

„Kaufen sie Land. Es wird keines mehr gemacht,“ – ist dieses Zitat von Mark Twain die Ausrede von internationalen Finanzinvestoren für immer brutaleren und rücksichtsloseren Landraub? Die globale Jagd nach Ackerland wird immer attraktiver, denn Ackerland ist inzwischen wertvoll und selten. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Kein Wunder, dass nach der Finanzkrise 2008 das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckte. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern – doch wollen wir, dass statt Bauern internationale Konzerne mit ihren Profitinteressen über die Böden und unsere Lebensgrundlagen bestimmen?