Ernährungspyramide in Kanada bald ohne Sahne, Butter und Milch?

Die kanadische Regierung überarbeitet derzeit ihre Ernährungsrichtlinien und es sieht so aus, als würde die Ernährungspyramide in Kanada bald ohne Sahne, Butter und Milch auskommen. Für die Überarbeitung befragte die Regierung die Bevölkerung und verarbeitet das Feedback nun in den Leitsätzen und Empfehlungen. Die neue Pyramide von Canada’s Food Guide resources wird ab Anfang 2018 eingeführt.

Regelmäßig Gemüse und Obst empfohlen
Health Canada empfiehlt der Bevölkerung „die regelmäßige Einnahme nahrhafter Lebensmittel als Grundlage für eine gesunde Ernährung“. Darunter fällt der regelmäßige Konsum von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und eiweißreichen Lebensmitteln – hier insbesondere Proteine aus pflanzlichen Eiweißquellen. Zu den eiweißreichen Lebensmitteln gehören Hülsenfrüchte (wie Bohnen), Nüsse und Samen, Sojaprodukte (einschließlich angereichertes Sojagetränk). Es werden zwar auch tierische Produkte genannt, aber erst nach den pflanzlichen!

Was das für die Kanadier bedeutet
Die Mehrheit der Kanadier isst nicht genug Gemüse, Obst und Vollkorn und viele trinken zuckerreiche Getränke: „Notwendig ist eine Verlagerung hin zu einem hohen Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln, ohne dass tierische Lebensmittel unbedingt ausgeschlossen werden müssen. Tierische Lebensmittel wie Eier, Fisch und andere Meeresfrüchte, Geflügel, mageres rotes Fleisch wie Wildfleisch, fettarme Milch und Joghurt sowie salz- und fettreduzierter Käse sind nahrhafte Lebensmittel des täglichen Bedarfs. Einige dieser proteinreichen Lebensmittel können reich an Salz (z.B. gesalzene Nüsse), Zucker (z.B. gesüßter Joghurt) oder gesättigten Fetten (z.B. einige Fleischsorten und viele Käsesorten) sein und sollten begrenzt werden.“

Eine Verlagerung hin zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln wird den Kanadiern direkt empfohlen. So sollte der Anteil an ballaststoffreicher Nahrung erhöht werden und weniger rotes Fleisch wie Rind-, Schweine-, Lamm- und Ziegenfleisch gegessen werden. Sahne, fettreicher Käse und Butter sollten durch Lebensmittel, die überwiegend ungesättigte Fettsäuren enthalten wie beispielsweise Nüsse, Samen und Avocado, ersetzt werden.

Weltwassertag 2017: Wieviel virtuelles Wasser verbrauchen Obst und Gemüse?

Zum Weltwassertag 2017 will ich mit diesem Beitrag aufzeigen, wie viel virtuelles Wasser wir im Alltag verbrauchen – auch als Pflanzenfresser. Für ein Kilo Rindfleisch werden 15.500 Liter verbraucht, damit könnte man ein Jahr lang täglich duschen! Als Veganer essen wir kein Rindfleisch aber auch die beliebten Avocados verbrauchen pro Kilo 1000 Liter.

Der Wasserfußabdruck ist eine Orientierungshilfe. Er setzt sich zusammen aus dem Gesamtvolumen an Wasser, das für ein Produkt insgesamt verbraucht und verschmutzt wird. Bei Nahrungsmitteln heißt das konkret: das Bewässern des Ackerlandes, die Wassermenge, die ein Tier trinkt, die Reinigung von Ställen, Tiertransportern und Schlachthäusern.

Augen auf beim Einkauf

Den persönlichen Wasserverbrauch können wir mit einer pflanzlichen Ernährung gering halten und einen wichtigen Beitrag zur Schonung der Ressourcen leisten. Aber wie ist der Fußabdruck bei den einzelnen Obst- und Gemüsesorten oder Reis und Kartoffeln? Auf den ersten Blick verbraucht Marokkanischer Reis mit 2.600 l Wasser pro kg im Schnitt weniger als Thailändischer mit 3.412 l. Aber in Thailand wird dank des Monsuns fast nur Regenwasser verwendet wo hingegen in Marokko durch die wenigen Niederschläge große Wasserprobleme verursacht werden. Reis aus Uruguay und Pakistan sowie aus dem Mittelmeerraum sind ebenfalls ungünstiger. Der Griff zu Bioprodukten trägt zur Vermeidung von Wasserverschmutzungen bei.