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150 Millionen Dollar: Kanadische Regierung investiert in die Entwicklung von veganem Fleischersatz!

Die kanadische Regierung investiert in die Entwicklung von veganem Fleischersatz – wer hätte das gedacht?! Die Zukunft is(s) pflanzlich, denn die Weltbevölkerung entscheidet sich immer öfter für mehr pflanzliche Mahlzeiten und identifiziert sich mehr denn je als Vegetarier oder Veganer. Etwa die Hälfte von ihnen gibt an, dass sie aufgrund der negativen Umweltauswirkungen, die die tierische Landwirtschaft mit sich bringt, Fleisch aus ihrer Ernährung gestrichen haben.

„Die Nachfrage nach pflanzlichen Proteinen wie Bohnen und Linsen – im Gegensatz zu tierischen Quellen wie Fleisch oder Milchprodukten – kommt, wenn die Weltbevölkerung weiterhin schnell wächst und mehr Verbraucher über ihre Gesundheit und die Umwelt nachdenken,“ sagt Pulse Canada CEO Gordon Bacon. „Die Verbraucher suchen nach einer besseren Ernährung in den Lebensmitteln, die sie kaufen, sie wollen ihre Gesundheit schützen.“

Kluge Investoren wie Bill Gates und Richard Branson erkannten das Potential dieses Marktes und investierten große Summen in die Produktion von Fleischalternativen, darunter auch im Labor gezüchtetes „sauberes Fleisch“, genannt Cultured Meat. Selbst riesige Fleischproduzenten wie Tyson und Cargill haben diese Verschiebung hin zu pflanzlichen Proteinen zur Kenntnis genommen und in die Bewegung investiert.

In den USA wird die pflanzliche Proteinproduktion überwiegend privat finanziert und die Regierung subventioniert die Fleisch- und Milchproduktion, genau wie in Deutschland. Kanada scheint den Trend erkannt zu haben, denn die Regierung möchte das Proteinspielfeld nicht Investoren überlassen und plant, 150 Millionen Dollar in die pflanzliche Proteinproduktion zu investieren!

Frank Hart, Vorsitzender der Protein Industries Canada Gruppe, die dieses Angebot zusammenstellte, sagte, dass der globale Pflanzenproteinmarkt, der auf rund 13 Milliarden Dollar geschätzt wird, bis 2050 um bis zu 98 Prozent wachsen solle: „Es ist ein Markt, von dem erwartet wird, dass er sich signifikant vergrößert.“ Eine Nielsen-Umfrage ergab, dass 43 Prozent der Kanadier versuchen, aktiv mehr pflanzliche Lebensmittel in ihre Ernährung aufzunehmen.

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Ernährungspyramide in Kanada bald ohne Sahne, Butter und Milch?

Die kanadische Regierung überarbeitet derzeit ihre Ernährungsrichtlinien und es sieht so aus, als würde die Ernährungspyramide in Kanada bald ohne Sahne, Butter und Milch auskommen. Für die Überarbeitung befragte die Regierung die Bevölkerung und verarbeitet das Feedback nun in den Leitsätzen und Empfehlungen. Die neue Pyramide von Canada’s Food Guide resources wird ab Anfang 2018 eingeführt.

Regelmäßig Gemüse und Obst empfohlen
Health Canada empfiehlt der Bevölkerung „die regelmäßige Einnahme nahrhafter Lebensmittel als Grundlage für eine gesunde Ernährung“. Darunter fällt der regelmäßige Konsum von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und eiweißreichen Lebensmitteln – hier insbesondere Proteine aus pflanzlichen Eiweißquellen. Zu den eiweißreichen Lebensmitteln gehören Hülsenfrüchte (wie Bohnen), Nüsse und Samen, Sojaprodukte (einschließlich angereichertes Sojagetränk). Es werden zwar auch tierische Produkte genannt, aber erst nach den pflanzlichen!

Was das für die Kanadier bedeutet
Die Mehrheit der Kanadier isst nicht genug Gemüse, Obst und Vollkorn und viele trinken zuckerreiche Getränke: „Notwendig ist eine Verlagerung hin zu einem hohen Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln, ohne dass tierische Lebensmittel unbedingt ausgeschlossen werden müssen. Tierische Lebensmittel wie Eier, Fisch und andere Meeresfrüchte, Geflügel, mageres rotes Fleisch wie Wildfleisch, fettarme Milch und Joghurt sowie salz- und fettreduzierter Käse sind nahrhafte Lebensmittel des täglichen Bedarfs. Einige dieser proteinreichen Lebensmittel können reich an Salz (z.B. gesalzene Nüsse), Zucker (z.B. gesüßter Joghurt) oder gesättigten Fetten (z.B. einige Fleischsorten und viele Käsesorten) sein und sollten begrenzt werden.“

Eine Verlagerung hin zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln wird den Kanadiern direkt empfohlen. So sollte der Anteil an ballaststoffreicher Nahrung erhöht werden und weniger rotes Fleisch wie Rind-, Schweine-, Lamm- und Ziegenfleisch gegessen werden. Sahne, fettreicher Käse und Butter sollten durch Lebensmittel, die überwiegend ungesättigte Fettsäuren enthalten wie beispielsweise Nüsse, Samen und Avocado, ersetzt werden.