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Grüne Vorsätze für 2018: Plastikmüll verringern uvm.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade „Wie grün wird dein Jahr 2018?“ von Dominik Ricken, mein Thema 2018 ist: Plastikmüll verringern.

Je länger ich vegan lebe, desto mehr fallen mir im Alltag Dinge auf, die ich noch verbessern könnte. Da stieß ich vor ein paar Tagen auf die Blogparade, in der Dominik dazu aufrief, darzulegen, was man in diesem Jahr angehen möchte, um noch „grüner“ zu werden. Noch grüner? Ich bin doch schon voll die Ökotante 😉

Als Veganer könnte man sich ja theoretisch darauf ausruhen, dass man mit seiner Ernährung schon viel klima- und umweltfreundlicher lebt, als der durchschnittliche Fleischesser: „JBS, Cargill und Tyson Foods – allein diese drei der weltgrößten Fleischunternehmen – haben im vergangenen Jahr den Ausstoß von mehr Treibhausgasen verursacht als Frankreich und annähernd so viele wie die größten Ölkonzerne der Welt. Im Jahr 2016 emittierten die 20 größten Fleisch- und Milchkonzerne mehr Treibhausgase als Deutschland. Wären diese Unternehmen ein Land, wären sie der siebtgrößte Emittent weltweit. Damit ist klar, dass die Bekämpfung des Klimawandels auch die Eindämmung der Emissionen der Fleisch- und Milchindustrie erfordert,“ schreibt die Heinrich Böll Stiftung vor ein paar Tagen auf ihrer Website.

Im folgenden sollte ich vielleicht erläutern, was ich bisher schon umgesetzt habe.

Strom von den Rebellen

Seit 2007 beziehe ich Ökostrom von den Elektrowerken in Schönau, kurz EWS. Die EWS entstanden aus einer Bürgerinitiative, die sich vor fast dreißig Jahren im Schwarzwaldstädtchen Schönau zusammenfand. Die Bürger beschlossen damals, die Kontrolle über das städtische Stromnetz zu erkämpfen, um selbst zu entscheiden, woher der Strom kommt. Der Ökostrom kommt grundsätzlich nicht aus Anlagen, an denen Atom- oder Kohlekonzerne direkt oder indirekt beteiligt sind und zu 100 Prozent aus klimaschonenden Erneuerbaren Energien. Zudem erzeugen Mitstreiter in rund 2.600 EWS-geförderten Rebellenkraftwerken selbst ökologisch Strom. Mit meinem Geld fördere ich umweltfreundliche Neuanlagen und mit dem Förderprogramm „Sonnencent“ ermögliche ich ökologische, bürgereigene Kraftwerke. Bei der jährlichen Abrechnung liege ich immer unterhalb des durchschnittlichen Verbrauchs. Ich scheine sehr sparsam zu sein. 

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Mit wenig Geld unverpackt, regional und saisonal vegan ernähren

Mit wenig Geld unverpackt, regional und saisonal vegan ernähren – ist das überhaupt noch möglich heutzutage? Na gut, unverpackt ist noch eine Herausforderung, gerade bei frischem Grün wie Spinat und Salat. Aber mit ein paar Tricks kann man sich auch mit wenig Geld sogar weitgehend mit Produkten aus biologischem Anbau ernähren.

Ich verfolge dieses System seit etwa einem Jahr und will euch hier meine Tricks verraten.

Biohöfe liefern versandkostenfrei

Bestimmte Lebensmittel wie Sojabohnen, Buchweizen, Hirse, Polenta, Dinkel und viele andere Grundnahrungsmittel braucht man das ganze Jahr über – warum dann nicht einfach einmal im Jahr in großen Mengen bestellen? Ich bestelle mir diese beispielsweise beim Biohof Lex in Bayern, die liefern ab 70€ Bestellwert sogar versandkostenfrei. Um diesen Wert zu erreichen, bestelle ich mir dann meistens noch ein paar teurere Leckereien wie Nudeln, Maronimehl oder Ähnliches 😉 Vergleicht man die Grundpreise der Produkte mit den kleinen Packungen im Supermarkt oder Bioladen, spare ich eindeutig viel Geld.

Saisonale Produkte verwenden

Wann sind die Erdbeeren am günstigsten? Klar, Ende Juni, wenn die meisten Leute schon keine mehr sehen können 😉 Früher kochte Oma dann Erdbeermarmelade für den Winter ein. Ich mache das zwar nicht aber ich esse seit einem Jahr wirklich nur noch die Produkte, die gerade in Deutschland Saison haben, oder zumindest in Europa. Das heißt, dass ich im Winter vorwiegend Kohl, Kartoffeln, Äpfel, Birnen, Orangen, Feldsalat, Chicorée usw. esse und bewusst auf Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen und Zucchini verzichte. Im Sommer esse ich diese dann und verzichte auf die Produkte, die ich im Winter esse. So habe ich dann in der jeweiligen Jahreszeit auch Appetit auf die saisonalen Produkte und sie hängen mir nicht irgendwann zum Hals raus. Gerade im letzten Winter habe ich Kohl für mich entdeckt – schmeckt köstlich, ist sehr günstig und voller Vitamine!