Gülle sorgt für Nitrate und multiresistente Keime im Grundwasser

Gülle als Dünger sorgt für multiresistente Keime im Grundwasser und birgt unabsehbare Risiken für Gesundheit und Umwelt. Denn über die Ausscheidungen gelangen Nitrate und Antibiotika ins Grundwasser. Die Klärwerke müssen das Wasser aufwändig aufbereiten und filtern, wodurch das Trinkwasser in absehbarer Zeit teurer werden wird.

Nach dem verregneten Winter sind die Güllespeicher der Landwirte voll und mit dem Sperrfristende für die Gülleausbringung am 31. Januar werden die Böden nun wieder enorm belastet. Der Konsum von Fleisch, Milch, Käse und Eiern verursacht große Umweltprobleme. Aus Profitgründen halten Bauern jedoch immer mehr Tiere, wodurch der Gülleausstoß und die Belastung des Grundwassers zunehmen.

Lachgas aus Gülle in der Luft
Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist bekannt für einen immensen Wasserverbrauch, aber auch Gülle als Dünger hat fatale Folgen. Aus ihr dünstet Lachgas aus, das 310-mal klimaschädlicher ist als Kohlendioxid. Es entsteht Ammoniak, das wiederum zur Feinstaubbildung beiträgt und Erkrankungen auslöst. Durch die Gülleausbringung versickern zudem Schadstoffe. Dadurch steigen die Nitratwerte im Grundwasser, die Wasserqualität nimmt ab und das Wasser ist schlimmstenfalls nicht mehr nutzbar.