VegMed 2018: Fakten über Käse von Dr. Neal Barnard

Bei der diesjährigen VegMed hielt der US-amerikanische Arzt und Autor Dr. Neal Barnard eine sehr interessante Keynote und führte alle Fakten über Käse auf. Käse enthält in hochkonzentrierter Form gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und Salz, was ihn zu einem potenziellen Mitverursacher von Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen macht. Milchprodukte enthalten auch Östrogene, die im Laufe des Herstellungsprozesses im Käse konzentriert werden. Studien haben gezeigt, dass sie ausreichen könnten, um die menschliche Biologie zu beeinflussen. Milchproteine scheinen zu einer Reihe von Erkrankungen beizutragen, von Asthma über Migräne bis hin zu rheumatoider Arthritis.

VegMed 2016 – Dr. Markus Keller: Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern

Dr. Markus Keller, Gründer und Leiter des IFANE-Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen, hielt auf der VegMed 2016 einen Vortrag über vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern.

Er ist Ernährungswissenschaftler mit den Forschungsschwerpunkten gesundheitliche und ökologische Aspekte vegetarischer und veganer Ernährung. Er arbeitet eng mit Prof. Dr. Claus Leitzmann zusammen, unter anderem auch am Standardlehrbuch „Vegetarische Ernährung“, welches ich im Blog noch vorstellen werde.

Wie hoch der Anteil vegetarischer und veganer Kinder ist, ist nicht bekannt – daher sind die Vorteile und Risiken einer vegetarischen bzw. veganen Ernährung im Kindesalter auch kaum untersucht. In seinem Vortrag fasste er die aktuelle Studienlage für Kinder bis 12 Jahre in Nordamerika und Europa zusammen.

VegMed 2016: Prof. Dr. Mark Messina über die Wirkung von Soja auf Brustkrebs

Auf der VegMed 2016 an der Freien Universität Berlin Ende April hielt Prof. Dr. Mark Messina einen sehr interessanten Vortrag über die Beziehung von Soja auf Brustkrebs. Dieses Thema interessierte mich persönlich sehr, da zwei meiner besten Freundinnen 2012 zeitgleich an Brustkrebs erkrankten. Inzwischen sind beide wieder gesund. Eine von beiden habe ich schon zum Vegetarier gemacht. Sie hat jedoch immer große Bedenken, wenn sie Soja konsumiert, dass es zu einer Rückkehr der Krankheit kommen kann. Sind diese Bedenken gerechtfertigt? Lest die Antwort im Beitrag.

„In den letzten 30 Jahren gab es viele Diskussionen über die Beziehung von Soja und Brustkrebs. Warum interessieren sich so viele Menschen für Soja? Ganz einfach: Soja ist eine ganz einzigartige Quelle für die sekundären Pflanzenstoffe Isoflavone. In Japan nehmen die Menschen durchschnittlich etwa 50 Milligramm Isoflavone am Tag auf. Wenn sie 125 Milliliter Sojamilch trinken, haben sie etwa 25 Milligramm Isoflavone aufgenommen,“ so Messina. Isoflavone hätten eine sehr ähnliche chemische Formel wie Östrogene. Sie seien keine Steroide aber haben sehr ähnliche Östrogenrezeptoren, die sie binden. Isoflavone hätten ähnliche Wirkungen wie Östrogene und deshalb werden sie als sekundäre Pflanzenstoffe eingestuft.

VegMed 2016: Prof. Dr. Claus Leitzmann über Sekundäre Pflanzenstoffe!

Ich habe mich sehr gefreut, auf der VegMed 2016 an der Freien Universität Berlin Ende April unter anderem einem Vortrag von Professor Dr. Claus Leitzmann lauschen zu können. Er zählt zu den wohl beliebtesten und bekanntesten veganen Ernährungsberatern. Leitzmann, geboren 1933, ist Gründer des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung und bis zu seiner Pensionierung am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen tätig.

In seinem Vortrag ging er auf die Wirkungen und Vorteile der Sekundären Pflanzenstoffe ein. Es gibt von ihnen mindestens 100.000 verschiedene und sie werden nur von Pflanzen gebildet. Sie dienen ihr unter anderem als Abwehrstoffe gegen Schädlinge und Krankheiten, als Wachstumsregulatoren, als Sonnenschutz und als Farb- und Duftstoffe. Sie bestehen aus einer Fülle chemisch sehr unterschiedlicher Verbindungen, kommen nur in sehr geringen Mengen vor und üben pharmakologische Wirkungen aus. Die bekanntesten unter ihnen sind Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Proteaseinhibitoren, Terpene, Phytoöstrogene, Sulfide und Phytinsäure.