Termine für vegane Sommerfeste 2018

Hier findet ihr alle Termine für vegane Sommerfeste 2018 – für Sommer, Sonne, Veggie-Grillspaß!

Bundesweit finden in diesem Jahr 21 vegane Sommerfeste statt: In der Sonne liegen, Freunde treffen und bei pflanzlichen Leckereien das Leben genießen – schöner könnte der Sommer kaum sein. Zum gemeinsamen Feiern, Schlemmen und Austauschen von Informationen laden in diesem Jahr deutschlandweit 21 vegane Sommerfeste ein. Vegane Sommerfeste sind mittlerweile ein fester Bestandteil der alljährlichen Festivallandschaft, egal ob in der Großstadt, auf dem Land oder am Nordseestrand. Die diesjährigen Veranstaltungen sind eine tolle Möglichkeit, um die pflanzliche Lebensweise kennenzulernen und neue vegane Trends auszuprobieren.

The End of Meat Konferenz: Vortrag von Hilal Sezgin – Mit Tieren leben

Die bekannte Autorin Hilal Sezgin hielt auf der The End of Meat-Konferenz in Berlin einen Vortrag über die Herausforderungen, die ein Zusammenleben mit Tieren vor allem aus ethischer Sicht mit sich bringen. Hilal Sezgin lebt als freie Journalistin und Buchautorin in der Lüneburger Heide, wo sie einen kleinen Lebenshof betreibt. Sie schreibt unter anderem für Die Zeit, taz und Süddeutsche Zeitung. 2014 schrieb sie das erfolgreiche Buch „Artgerecht ist nur die Freiheit“ und 2016 das Jugendbuch „Wieso? Weshalb? Vegan!“, welches ich bereits im Blog rezensiert habe.

In ihrem Vortrag ging sie auf vier Themenfelder ein, diese reichten von einer nicht artgerechten Haltung von Tieren, über Paternalismus bis zur Abhängigkeit der Tiere von unserer Fürsorge und der Privilegierung „unserer“ Tiere vor anderen Tieren.

Gäbe es keine Tiere mehr, wenn sie nicht gegessen werden würden?

„Jeder kennt ja das vegane Bingo: ‚Wenn ihr dagegen seid, dass wir die Schweine und Hühner essen, dann gibt es ja irgendwann gar keine Tiere mehr.‘ Dann sag ich immer: Wir sind nicht gegen Tiere, wir sind nur dagegen, dass Tiere vegetieren, dass wir sie töten und essen. Das verstehen schon manche Leute nicht.“

The End of Meat: Steve Jenkins & Derek Walter über Esther, das Wunderschwein

Auf der The End of Meat-Conference erzählten Steve Jenkins und Derek Walter wie sie zu Esther, das Wunderschwein, sich in ihr Herz und Heim schnäuzelte. Viele von euch kennen Esther bestimmt schon – diese selbstbewusste Schweinedame ist schließlich ein Social Media-Phänomen mit über einer Million Facebookfans! Ihre beiden Väter erzählten, was man alles so erlebt, wenn man sich mit einem ausgewachsenen Hausschwein von 300 Kilo ein 90 Quadratmeter großes Haus in Toronto, Kanada, teilt.

Wie viele andere Geschichten auch beginnt diese mit einer Anfrage von Bekannten. Eine ehemalige Schulfreundin fragte Steve per Facebooknachricht, ob er es sich vorstellen könne, ein Zwergschwein bei sich aufzunehmen, da sich dieses mit ihren Hunden nicht vertrage? Steves Neugier war geweckt und er schrieb ihr, dass er interessiert sei, jedoch noch einiges klären müsse und sich dann wieder melden würde.

Die Freundin schrieb ihm jedoch wenige Stunden später, dass es noch einen anderen Interessenten geben würde. Als Makler hätte er diesen uralten Trick eigentlich durchschauen müssen, gibt er selbst zu. Aber wenn er etwas unbedingt haben will, stürze sein IQ rapide ab 😉 Kurz und gut: Er sagte zu. Jetzt musste er seine Neuerwerbung nur noch seinem Mann Derek beichten.

Er schmiedete einen Plan und wartete in einem auf Hochglanz polierten Haus und mit seinem Lieblingsessen, darauf, dass Derek nach Hause kam. Da er jedoch ansonsten nicht viel zu Hause putzt, ahnte dieser schon beim Anblick des sauberen Hauses, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Er sah, dass die Hunde an der Terrassentür saßen und in das Arbeitszimmer starrten.

Derek war entsetzt, als er Esther entdeckte und meinte, dass sie neben zwei Hunden und Katzen nicht noch ein Tier im Haus brauchten. Eine Woche lang schmollte er und Steve benahm sich wie der perfekte Ehemann, um die Wogen zu glätten. Wie ihr euch schon denken könnt, war Derek nach einer Woche genauso in Esther verliebt wie Steve. 🙂 Alles schien in bester Ordnung!

Richard David Precht: Das Ende des Fleischkonsums – Segen für alle?

Das Ende des Fleischkonsums – Segen für alle? Richard David Precht erläuterte in seinem Vortrag auf der The End of Meat-Konferenz in Berlin Ende August die Bedingungen und Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels, die ein Ende des Fleischessens mit sich bringen würde. Sein Buch „Tiere Denken“ habe ich bereits im Blog rezensiert und ich kann es euch sehr empfehlen! Er plädiert dort für einen ganz neuen Umgang mit Tieren.

Precht ist einer der bekanntesten Philosophen im deutschsprachigen Raum. Seine Bücher wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung „Precht“ im ZDF und ist Honorarprofessor an der Leuphana Universität Lüneburg und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.

Gibt es einen Unterschied zwischen Mensch und Tier?

Precht beginnt seinen Vortrag unter anderem mit den Worten: „Es gibt zwei Kategorien von Tieren: Die eine glaubt, dass es zwei Kategorien von Tieren gibt und die andere hat darunter zu leiden. Die erste nennt sich selbst Menschen und das andere sind eben nur Tiere.“ Im Laufe der Menschheitsgeschichte sei diese Unterscheidung nicht sehr schwierig gewesen, erzählt er. Spätestens seit Charles Darwins Entstehung der Arten 1859 sei klar, dass Menschen auch Tiere sind: „Wir wollen nicht so tun als ob die Menschen das nicht vorher auch gewusst hätten. Wenn sie sich mit Philosophie beschäftigen oder biologischer Theoriebildung, dann ist völlig klar, auch schon im 18. Jahrhundert wussten die Menschen, dass Menschen Tiere sind.“

Carl von Linné war ein schwedischer Naturforscher, der mit der binären Nomenklatur die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie schuf und den Namen Homo sapiens erfand: „Er hatte große Probleme, den Menschen von anderen Menschenaffen zu unterscheiden. Der Gorilla war damals noch nicht bekannt, aber Schimpanse und Orang Utan. Er hat gesagt: Ich weiß kein einziges Unterscheidungsmerkmal nachdem ich als Biologe sorgfältig den Menschen von anderen Tieren trennen könnte. Trotzdem macht er das, weil er Angst hat, mit der schwedischen Kirche Ärger zu kriegen. Deshalb kommt die Unterscheidung zustande von Homo sapiens, dem Menschen und Pan, dem Schimpansen. Pan-domicilium cavae übersetzt der Höhlen bewohnende Pan. Damals hatte man noch die Vorstellung, Schimpansen würden in Höhlen leben.“

Diese Unterscheidung ziehe sich durch die ganze Kulturgeschichte und sei häufig die Begründung für die Legitimität von Fleischessen. Erst in jüngerer Zeit fange man an, sich Gedanken darüber zu machen, was ein natürlicher Umgang mit Tieren sei: „Es gibt Leute, die sagen, der natürliche Umgang ist, Tiere als Mitgeschöpfe zu achten und sie von allen Böswilligkeiten zu verschonen. Es gibt andere Leute, die sagen ein natürlicher Umgang ist das, was Menschen schon immer gemacht haben, mein Gott, Menschen haben, seit es sie gibt, Tiere gegessen. Der Mensch ist halt von Natur aus Jäger. Beide berufen sich auf etwas Natürliches. Aber die Konsequenzen, die sie daraus ziehen, sind meilenweit voneinander entfernt.“

Im Kampf um den Schweinswal: Schiffstaufe von Sea Shepherd in Bremen

Mindestens 600 Besucher feierten bei strahlendem Sonnenschein die Schiffstaufe von Sea Shepherd im Museumshafen in Vegesack in Bremen. Die Meeresschutzorganisation will mit dem neuen Schiff „Emanuel Bronner“ den in Nord- und Ostsee lebenden Schweinswal besser vor dem Aussterben schützen. Bisher stand ihnen dafür nur ein kleines Schlauchboot, welches nicht einmal Hochseefähig war, zur Verfügung. Nun können sie mit dem 14 Meter langen hochseefähigem Schiff ihre Arbeit besser ausüben. Das Schiff diente früher auf der Insel Borkum als Ausflugsdampfer und für Angelausflüge – diese Zeiten sind jetzt vorbei!

Das amerikanische Unternehmen Dr. Bronner’s spendete insgesamt 70.000€ an Sea Shepherd. 40.000 Euro kostete das Schiff und 30.000 Euro der Umbau. Bremen soll der Heimathafen werden. Die Firmenphilosophie von Dr. Bronner’s sieht es vor, ein Drittel des Gewinns grundsätzlich in wohltätige Zwecke und in soziale Aktivitäten zu investieren. Sea Shepherd hat nun davon profitiert.

Hollywood-Stars wie Sandra Bullock, Drew Barrymore oder US-Rapper Eminem benutzen bereits die magischen Seifen. Mike Bronner erzählt, dass sein Großvater Emanuel Bronner als einziges Familienmitglied den Holocaust überlebte, nach Amerika auswanderte und die Flüssigseife erfand. Mike ist sichtlich gerührt und erzählt: „In Form dieses Schiffes kehrt er zurück nach Deutschland.“

1. Internationales Rechtssymposium: Haben Veganer ein Recht auf veganes Essen?

Parallel zur VegMed fand am 23. April 2016 das weltweit erste internationale Rechtssymposium für die pflanzliche Lebensweise statt. Anwälte und Experten aus verschiedenen Ländern trafen sich in den Räumen der Veganz-Zentrale in Berlin und diskutierten die rechtliche Umsetzung des Rechts auf pflanzliche Ernährung. Weitere Schritte wurden geplant.

Ansprechpartnerin beim VEBU (Vegetarierbund Deutschland) war Kristin Höhlig. Sie stellte sich meinen Fragen im Anschluss der Veranstaltung, da ich ja auf der VegMed war.

Frank Schätzing bei Sea Shepherd: „Sind wir noch zu retten?“

Vor etwa 10 Jahren fesselte mich eine Bronchitis ans Bett und ich tauchte für 2 Wochen hinab in die Tiefsee und in die Welt von Frank Schätzings Buch „Der Schwarm“. Ich war fasziniert von der komplexen Welt der Meere und verschlang die 1000 Seiten. Seitdem bin ich ein großer Fan des bekannten Autors und freute mich, dass er auf dem Meeresschützertag von Sea Shepherd in Bremen den Vortrag „Sind wir noch zu retten?“ halten würde.

Open Ship der Sam Simon: „Auf den Sea Shepherd-Schiffen schlemmen wir vegan!“

Rainer Lenthe unterhält sich mit den Leuten in der Schlange und erzählt: „Die Sam Simon war früher einmal ein Forschungsschiff, das dazu diente, den Deckmantel der Wissenschaftlichkeit aufrecht zu erhalten. Wir haben das Schiff über ein Konsortium gekauft. Für uns war das sehr praktisch, weil wir so einen besseren Einblick in die Arbeitsweise der Flotte bekamen. Übrigens sind sehr viele Teile von deutschen Firmen in dem Schiff verbaut!“