Posted on

Fakten zum Film What the Health: Wie ungesund sind Fleisch & Fisch?

Kip Andersen und Keegan Kuhn begeben sich in ihrer neuesten Dokumentation wieder dahin, wo es weh tut: Auf die Suche nach der Wahrheit über die gesundheitlichen Auswirkungen tierischer Ernährung, Korruption im Ernährungswesen, zweifelhafter Finanzierungsmodelle verschiedener Gesundheits- und Ernährungsorganisationen sowie die menschenverachtende profitgetriebene Ernährungs-, Pharma- und Medizinindustrie.

In zahlreichen Interviews konfrontieren sie Vertreter amerikanischer Lebensmittelkonzerne und Gesundheitsorganisationen mit unbequemen Fakten und Fragen: Warum wollen uns Konzerne anscheinend systematisch krank machen – und wieso unternimmt niemand was dagegen?

In seinem letzten Film Cowspiracy befasste sich Kip Andersen mit den Machenschaften der industriellen Viehzucht. Er versteht nicht, dass auf den Webseiten von Greenpeace, Sierra Club, Rainforest Action Network und dem WWF keine Informationen darüber zu finden sind. Falls ihr ihn noch nicht kennt, solltet ihr ihn euch unbedingt ansehen!

Herzerkrankungen, Diabetes und Krebs in der Familie

Kip Andersen erzählt, dass es in seiner Familiengeschichte Herzerkrankungen, Diabetes und Krebs gab. Sein Vater bekam seinen ersten Herzbypass mit 49 und seinen zweiten mit 50. Sein Großvater starb früh an den Folgen von Diabetes und seine anderen Großeltern an Krebs. Deshalb wurde er zum Hypochonder und die Startseite seines Browsers war ein Online Symptom Checker. Schon als Teenager nahm er Vitamine ein, las Gesundheitsbücher und beschäftigte sich mit seinem Körper. Er hielt sich an die Empfehlungen der Gesundheitsorganisationen, trieb Sport, rauchte nicht, schlief genug, vermied Stress und aß das, was er für gesund hielt.

Posted on

Rezension: Das System Milch von Andreas Pichler

Wie funktioniert eigentlich das System Milch? Der Filmemacher Andreas Pichler versucht in seinem Dokumentarfilm, die Frage zu beantworten.

„Die Milch macht‘s!“ – so lautete in den 80er Jahren der berühmte Werbespruch, der dafür sorgen sollte, den Milchkonsum in Deutschland deutlich zu erhöhen. Auf fast jeder Milchpackung prangt das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht schon lange anders aus. Aus der Milchviehwirtschaft ist eine milliardenschwere Industrie geworden, die dafür sorgt, dass der Milchkonsum weltweit konstant ansteigt. Viele denken immer noch, dass sie ohne Milchprodukte zu wenig Kalzium aufnehmen.

Vor 8.000 Jahren entdeckten Menschen, dass sie die Milch von Kühen, die gerade ein Kalb bekommen hatten, trinken können, um über magere Zeiten zu kommen. Viele meinen heute, sie komme von glücklichen Kühen auf grünen Wiesen. Das dachte auch Pichler, der als Kind auf der Alm seinen Eltern half, die Kühe zu hüten und zu melken. Er machte sich keine Gedanken darüber, dass Kühe ein Kalb bekommen müssen, damit sie Milch geben.

Posted on

Rezension: THE END OF MEAT von Marc Pierschel – Kinostart 14.9.!

The End of Meat ist für uns Veganer der Idealzustand: Eine Welt in der kein Fleisch mehr gegessen werden würde. Wie sähe unsere Welt dann aus? Vor zwei Wochen hatte der Film The End of Meat von Marc Pierschel im ausverkauften Babylon Kino in Berlin Premiere. Am nächsten Tag gab es eine sehr spannende internationalen Themenkonferenz mit vielen anregenden Diskussionen über die ich hier in den nächsten Tagen noch berichten werde.

Im Film wagt Marc Pierschel den Blick in eine Zukunft ohne Fleisch sowie deren Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und uns selbst. Dabei begegnet er Esther, einem Hausschwein, welches das Leben von zwei Kanadiern komplett auf den Kopf stellte, spricht mit den Pionieren der veganen Revolution in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten „Nutztieren“ in Freiheit, trifft auf Wissenschaftler, die am tierfreien Fleisch forschen, das den 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkt revolutionieren soll und vieles mehr. Der Film zeigt eindrucksvoll die versteckten Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf.

Pierschel interviewt Philosophen, Wissenschaftler, Künstler und Aktivisten und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge darzulegen. Wir kennen die Fragen, die uns immer wieder gestellt werden und die geklärt werden müssen, bevor eine fleischfreie Gesellschaft Realität werden kann: Was tun mit den vielen Millionen Nutztieren, die auf der Welt leben? Sollen sie von den Menschen getrennt werden oder mit ihnen gemeinsam leben? Woher sollen wir wissen, was die Tiere wollen, die ja bekanntlich nicht sprechen können? Wovon soll sich die Menschheit ernähren, wenn Fleisch als Lebensmittel wegfällt? Und wie hängen Ausbeutung und Unterdrückung mit Tieren mit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen zusammen?

Posted on

Rezension: Landraub von Kurt Langbein & Christian Brüser

„Kaufen sie Land. Es wird keines mehr gemacht,“ – ist dieses Zitat von Mark Twain die Ausrede von internationalen Finanzinvestoren für immer brutaleren und rücksichtsloseren Landraub? Die globale Jagd nach Ackerland wird immer attraktiver, denn Ackerland ist inzwischen wertvoll und selten. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Kein Wunder, dass nach der Finanzkrise 2008 das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckte. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern – doch wollen wir, dass statt Bauern internationale Konzerne mit ihren Profitinteressen über die Böden und unsere Lebensgrundlagen bestimmen?

Kurt Langbein, Jahrgang 1953, setzt sich in seinem Film „Landraub“ mit diesem Thema auseinander und porträtiert die Investoren und ihre Opfer. Die Investoren sprechen begeistert von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die Opfer erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen.

Langbein studierte Soziologie in Wien und arbeitete von 1979 bis 1989 als Dokumentarfilmer und Magazin-Journalist beim Österreichischen Rundfunk ORF, von 1989 bis 1992 war er Ressortleiter Inland beim österreichischen Nachrichtenmagazin „profil“ und ist seit 1992 als Geschäftsführer der „Langbein & Partner Media“ Produzent und Regisseur zahlreicher Dokumentarfilme und TV-Reportagen. Außerdem ist er Autor etlicher Sachbücher (u.a. Bittere Pillen 1983, Kursbuch Gesundheit 1986, Leben verlängern – um welchen Preis? 1994, 1996, Das Medizinkartell 2003, Verschlusssache Medizin 2009, Radieschen von oben – über Leben mit Krebs 2012). 2011 erhielt der den Leopold Ungar-Preis für die TV-Dokumentation „Vom Sinn des Gebens“

Äthiopien, Sierra Leone, Indonesien, Malaysia, Kambodscha, Rumänien

Es ist fast egal, auf welches Land man guckt – überall ist es das gleiche Bild: Die Böden werden für GPSgesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Eine Fläche halb so große wie Europa wurde bereits aufgekauft, die Bauern und indigenen Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert. Es sind Programme der EU, die zu riesigen Plantagen für die Biospriterzeugung und zur Zuckerproduktion führen. Mit Entwicklungshilfegeldern sichern Superreiche ihre Investitionen ab.

Posted on

Interview & Rezension: LOS VEGANEROS 2 von Lars Oppermann

Am Donnerstag war es endlich soweit – die Kinotour der veganen Spielfilmkomödie Los Veganeros 2 startete in Deutschland. Ich habe ihn mir in Bremen angeguckt. An dem Abend war auch der Hauptdarsteller Jelly Francis Gaviria vor Ort und ich habe mich mit einigen anderen nach dem Film mit ihm unterhalten. Ich fand den Film sehr lustig und ich kann ihn euch wirklich empfehlen.

Posted on

Die Fakten zum Film Cowspiracy – Das Geheimnis Der Nachhaltigkeit

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse über die Auswirkungen landwirtschaftlicher Nutztierhaltung wachsen ständig. Die Statistiken, auf die sich der Film stützt, waren die zum Zeitpunkt der Produktion die am besten belegten. Diese Liste wird kontinuierlich mit weiteren Quellen aktualisiert, sobald diese zur Verfügung stehen. Alle Quellenangaben zu den nun folgenden Fakten sowie weiterführende Links findet ihr unter www.cowspiracy.com/facts

Treibhausgase
Viehzucht ist für 18 % der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Das ist mehr als der kombinierte Ausstoß aller Verkehrsmittel zusammen.
Verkehrsmittelabgase sind für 13 % aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.
Nutztiere und deren Nebenprodukte sind für mindestens 29.000 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) jährlich verantwortlich, das sind 51 % aller weltweiten Treibhausgas-Emissionen.
Methan ist 25-100 Mal zerstörender als CO2, gemessen in einem Zeitrahmen von 20 Jahren.
Methan hat ein Erderwärmungspotenzial, das 86 Mal höher ist als CO2, gemessen in einem Zeitrahmen von 20 Jahren.
Nutztiere sind für 65 % aller auf den Menschen bezogenen Emissionen von Lachgas verantwortlich – ein Treibhausgas mit einem 296fach höheren Erderwärmungspotenzial als CO2. Lachgas bleibt 150 Jahre in der Atmosphäre bestehen.
Für Emissionen aus der Landwirtschaft ist bis 2050 eine Steigerung um 80 % prognostiziert.
Bis 2040 werden durch Energie entstandene Emissionen voraussichtlich um 20 % steigen.
In den USA sind die durch Viehzucht verursachten Methan-Emissionen fast genauso hoch wie Erdgas-Emissionen.
Kühe produzieren jeden Tag 568 Milliarden Liter Methan.

Der Umstieg auf Wind- und Solarenergie wird 20+ Jahre dauern und grob geschätzt 43 Billionen Dollar kosten.
Selbst ohne fossile Brennstoffe werden wir unseren 565 Gigatonnen CO2 Grenzwert in 2030 überschreiten – ausschließlich aufgrund von Viehzucht.
Das Reduzieren von Methan-Emissionen würde nahezu umgehend messbare Verbesserungen aufweisen.

Posted on

Rezension: Cowspiracy – Das Geheimnis Der Nachhaltigkeit

Der Regisseur des Dokumentarfilms „Cowspiracy – Das Geheimnis Der Nachhaltigkeit“ führte ein normales amerikanisches Leben. Als er eines Tages den 2006 entstandenen Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore sah, begann er zu recyceln, Strom zu sparen, nur kurz zu duschen und nur noch Fahrrad zu fahren. Er folgte den Richtlinien nationaler und internationaler Umweltorganisationen und dachte, er sei ein engagierter Umweltschützer. Die Wendung kam, als er realisierte, dass industrielle Viehzucht hauptverantwortlich für die Umweltzerstörung ist.

Er ist Gründer von AUM Films and Media, einer gemeinnützigen Organisation, die sich in ihren Filmen und Medienbeiträgen dafür einsetzt, Mitgefühl und Harmonie für alle Lebensformen zu fördern. Seit über zehn Jahren lebt und arbeitet er in San Francisco als Unternehmer und zertifizierter Jivamukti- und Kundalini-Yogalehrer. Er ist Absolvent der Cal Poly San Luis Obispo Wirtschaftshochschule.

Gemeinsam mit Keegan Kuhn, einem in San Francisco lebendem Videofilmer, preisgekröntem Dokumentarfilmemacher und professionellem Musiker, drehte er den wegweisenden Umweltdokumentarfilm „Cowspiracy – Das Geheimnis der Nachhaltigkeit“ in Spielfilmlänge.

Posted on

Rezension: Gabel statt Skalpell – Gesünder leben ohne Fleisch!

„Ich kenne keine Medizin, die nur annähernd das bewirken kann, was eine vegane Ernährung kann!“ Prof. Dr. T. Colin Campbell. Als der Regisseur und Drehbuchschreiber Lee Fulkerson für seinen Film „Forks over Knives“ die Praxis von Matt Lederman, Internist, und der Hausärztin Alona Pulde aufsucht, hält er sich für ziemlich gesund. Es war eigentlich nicht geplant, dass er am Film mitwirkte. Er wollte nur die beiden Ärzte kennenlernen, da sie die Testpersonen untersuchen sollten. Dr. Lederman checkte ihn durch, zum Spaß filmten sie die Untersuchungen. Doch dann kam der Schock: Hohe Cholesterinwerte, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko und hoher Blutdruck. Daraufhin entschied er sich, seine Ernährung umzustellen.