Warum ich keinen Alkohol mehr trinke

Warum ich keinen Alkohol mehr trinke!

Warum ich keinen Alkohol mehr trinke? Das hat viele Gründe, die ich hier heute erläutern will.

Aber fangen wir mal von vorne an: Letztes Jahr vor der Fastenzeit habe ich mir überlegt, worauf ich denn mal verzichten könnte? Süßigkeiten lohnen sich nicht bei mir, da ich eh kaum welche esse. Bei Chips bin ich so verwöhnt, dass ich nur eine einzige Marke gerne esse und die gibt es bei uns nur in einem etwas weiter entfernten Supermarkt und da ich kein Auto mehr habe seit drei Jahren, siegt hier meine Faulheit über meine Süchte 😀

Mein einziges Laster war der Rotwein, den ich doch wöchentlich gerne getrunken habe. Nie besonders viel aber immerhin ein bis zwei Flaschen in der Woche, was eine halbe Flasche an vier Tagen in der Woche bedeutet. Das war mir zu viel und ich wollte wissen, was passiert, wenn ich darauf verzichte?

Ich trank die letzten Flaschen guten Rotwein vom Fachhändler leer, brachte die Flaschen zum Container und kaufte mir stattdessen guten Früchtetee als Ersatz. Die Fastenzeit kam und ich trank sechs Wochen abends Wasser und Früchtetee, was auch viel besser in das Intervallfasten passte.

Wie ging es mir?

Ich bemerkte, dass es mir vor allem psychisch viel besser ging. Ich war besser gelaunt und sah viel optimistischer in die Zukunft als vorher. Mein Schlaf war auch erholsamer und am Wochenende war ich fitter. So verging die Fastenzeit und nach ein paar Wochen vermisste ich nichts mehr.

Nach den sechs Wochen trank ich wieder Rotwein, merkte aber, dass ich eigentlich gar nicht mehr trinken wollte aber irgendwie trank ich trotzdem meine Portionen. Laut der Autorin des Buches „Ohne Alkohol: Die beste Entscheidung meines Lebens: Erkenntnisse, die ich gern früher gehabt hätte“ sind das schon Verhaltensweisen, die einen als Alkoholiker klassifizieren. Was? Alkoholiker mit so wenig Alkohol und nicht mal täglichem Konsum? Ja!

Gerade in Deutschland sitzt das Bild des verwahrlosten Penners auf der Parkbank mit der Schnapsflasche daneben als die Definition des Alkoholikers fest im Kopf der Menschen. Es sterben 74.000 Menschen jährlich durch riskanten Alkoholkonsum.

Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich den Podcast von Nathalie sehr empfehlen sowie auch das Buch von Daniel Schreiber Nüchtern. Beide habe ich letztes Jahr gelesen bzw. gehört. Das Buch von Daniel Schreiber kann ich als Hörbuch sehr empfehlen, er hat eine wundervolle Stimme und liest es selbst.

Der Alkohol ist das Problem

Ich hatte das Problem nicht, aber viele ehemalige Trinker, die bei Nathalie Stüben zu Gast waren, erzählen, dass sie sich eingeredet haben, dass sie ja erst ihr Leben in den Griff bekommen müssen, damit sie aufhören können, zu trinken. Sie räumen ihre Wohnung auf, ernähren sich gesund, suchen sich einen neuen Job, machen Sport uvm. Aber es ändert sich nichts, sie trinken weiter. Sie machen sich Vorwürfe, dass sie Versager sind und es nicht schaffen werden. Sie geben sich selbst die Schuld für ihre Trinkerei und trinken aus Frust noch mehr. Alkohol sorgt im Gehirn dafür, dass wir so denken. Er sorgt dafür, dass du nicht auf die Idee kommst, dass der Alkohol das Problem ist und nicht du!

Histamine in Alkohol

In den letzten Jahren habe ich durch gesunde Ernährung zwar deutlich weniger Heuschnupfen gehabt als in den Jahren davor, aber gerade im letzten Jahr wurde es wieder schlimmer. Im Herbst las ich durch Zufall im Internet, dass gerade Rotwein sehr viel Histamine enthalt und Menschen, die empfindlich darauf reagieren, generell auf Alkohol verzichten sollten.

Im November musste ich wegen eines Allergietestes für eine Woche auf meine Tabletten verzichten und habe in der Zeit noch eine Flasche Wein getrunken, die ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Am nächsten Tag hatte ich so schlimm Heuschnupfen, wie schon lange nicht mehr! Nun war mir klar, dass es am Wein lag. Ich habe mir als Test noch eine Flasche Weißwein gekauft und alkoholfreien Sekt, vom Weißwein bekam ich auch Beschwerden, vom Sekt nicht.

Das war für mich ein Grund mehr, in Zukunft einfach darauf zu verzichten.

Inzwischen ist es für mich ganz selbstverständlich geworden, keinen Alkohol zu trinken. An Weihnachten habe ich Punsch getrunken und der hat auch sehr gut geschmeckt 🙂

Und was übrigens auch sehr praktisch ist, ist die Tatsache, dass man nicht mehr soviel Altglas wegbringen muss, viel Geld spart und es einem ganz allgemein viel besser geht. 😉 Probier es doch einfach mal aus!

Wie sieht unbedenklicher Alkoholkonsum aus?

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