Hirsebrei mit Orangen

Hirsebrei mit Orangen: Früher mochte ich Hirse überhaupt nicht, das änderte sich als ich das Rezept mit Apfel, Zimt und Nüssen kennengelernt habe. Da war ich von der Hirse überzeugt. Durch die Orange, die zur Hälfte mitgekocht wird, und den Rosinen sowie Mandeln, ist das Gericht sehr aromatisch, fruchtig und sehr gesund. Man kann es auch wunderbar vorbereiten und am nächsten Tag mitnehmen.

Hirsebrei mit Orangen
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Hirse ist eine Sammelbezeichnung für kleines, ursprünglich aus Westafrika stammendes Getreide aus der Familie der Süßgraser. Von Anbeginn der Menschheitsgeschichte war Hirse ein Grundnahrungsmittel, das seit mindestens 10.000 Jahren in Ostasien kultiviert wird, also länger als Reis oder Weizen. Da Hirse auch unter widrigen Umstanden gedeiht, gilt sie heute noch in den ariden und semiariden Regionen unserer Welt als Hauptnahrungsquelle, vor allem in Indien und Afrika, wo Rispenhirsemehl manchmal mit Mohrenhirse gemischt zur Herstellung von Fladenbroten verwendet wird.

2009 wurden weltweit 26 Millionen Tonnen Hirse produziert, wobei Indien und Nigeria die größten Produzenten darstellten. Auch in der Kultur und in der traditionellen Küche vieler Länder spielt Hirse eine große Rolle. So isst man z. B. in Russland gerne süßen Hirsebrei, in Osaka (Japan) kandiertes Hirsepopcorn, trinkt in Nepal den zu Alkohol vergorenen Hirsebrei »Tongba«, kocht bei uns Hirsebrei mit Äpfeln und Honig, macht in China eine Suppe daraus oder mischt Hirse mit braunem Zucker, um bei stillenden Muttern den Milchfluss anzuregen.

 

Da Hirse kein Gluten enthält, eignet sie sich als Getreide für Menschen, die an Zöliakie oder einer Weizenunverträglichkeit leiden. Hirse ist leicht verdaulich und ist daher eine beliebte Nahrung für Kranke. Da sie jedoch eine latente Schilddrüsen-Peroxidase-Antikörper-
funktion hat, sollten Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung Hirse nicht in größeren Mengen zu sich nehmen.

Hirse enthält viel Mangan und eine bescheidene Menge Ballaststoffe, außerdem die Mineralien Phosphor, Zink, Kupfer und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Lignan, Phenolsaure, Phytinsaure, Pflanzensterin und Saponin.

Hirse ist als ganzes Getreide, als Grieß, gepufft und als Mehl erhältlich. Die mild buttrig und ein wenig nach Mais schmeckenden Körner sind winzig und ähneln optisch gelben Senfkörnern. Geröstet kommen die Aromen ein wenig intensiver zur Geltung. Sie enthält sehr viele B-Vitamine und Eisen und wirkt im Körper basisch. Das enthaltene Silizium ist gut für Haut und Haare. Vor dem Kochen sollte man sie mit Wasser in einem Sieb abspülen.

Zutaten für 1 Person:

75 g Hirse
300 ml Pflanzenmilch nach Wahl
1 Hand voll Mandeln
20 g Rosinen
1 EL Honig oder Sirup
1 große reife Orange

Die Hirse abspülen, mit 200 ml Pflanzenmilch in einen kleinen Topf geben, Rosinen und Mandeln hinzufügen. Orange schälen, halbieren, eine Hälfte grob kleinschneiden und ebenfalls in den Topf geben.

Die Hirse einmal kurz aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze 35 bis 40 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren und den Rest der Pflanzenmilch hinzufügen, so dass der Brei schön cremig wird. Etwas abkühlen lassen, die zweite Hälfte der Orange kleinschneiden. Brei in eine Schale füllen, mit der Orange dekorieren, Honig hinzufügen und genießen.

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