Hoher Fleischkonsum fördert die Entstehung von Diabetes – dies wurde mal wieder wissenschaftlich bestätigt!

Die globale Anzahl der Patienten mit Diabetes ist hoch und steigt weltweit weiter schnell an. Daher ist es besonders wichtig, die Faktoren, die man selbst beeinflussen kann, zu identifizieren und die Diabetesepidemie einzudämmen.

Hoher Fleischkonsum fördert die Entstehung von Diabetes
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Der wichtigste Faktor im Kampf gegen Diabetes ist neben Stress und Bewegung die Ernährung. Viel Vollkorn, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Nüssen senkt offenbar das Risiko, während viel rotes und verarbeitetes Fleisch es erhöht. Frühere Studien ergaben, dass Vegetarier ein geringeres Diabetesrisiko haben als Nichtvegetarier.

Studie mit 45.000 Teilnehmern

Die Untersuchung bezog Teilnehmer von der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-)Oxford-Studie ein, die zum Zeitpunkt der Rekrutierung (1993–2001) keinen Diabetes hatten und für die Daten zur Nahrungsaufnahme zur Baseline-Untersuchung sowie zu diabetesbedingten Krankenhausaufnahmen und Tod in dem Follow-up-Zeitraum verfügbar waren (n = 45.314).

Die Teilnehmer wurden kategorisiert als regelmäßige Fleischesser (≥ 50 g Fleisch pro Tag: n = 15.181), Wenig-Fleisch-Esser (< 50 g Fleisch pro Tag: n = 7.615), Fischesser (aßen kein Fleisch, aber Fisch: n = 7.092) und Vegetarier (aßen kein/en Fleisch und Fisch, einschließlich Veganer: n = 15.426).

Schlanke Vegetarier im Vorteil

Innerhalb von 17,6 Jahren wurden 1.224 neu aufgetretene Diabetesfälle aufgezeichnet. Verglichen mit regelmäßigen Fleischessern entwickelten die Teilnehmer, die nur sehr wenig Fleisch aßen, Fischesser und Vegetarier seltener Diabetes. Ein Vorteil dieser Menschen war auch ihr geringerer BMI, der wiederum häufig eine Folge der gesünderen Ernährung mit einem hohen Anteil pflanzlicher Lebensmittel ist.

Hoher Fleischkonsum fördert die Entstehung von Diabetes

Fleisch fördert die Insulinresistenz

Die Studie Vegetarian diet, change in dietary patterns, and diabetes risk: a prospective study bestätigt den Zusammenhang zwischen einer vegetarischen Ernährung und einem verminderten Diabetesrisiko. Die Aufnahme von wenig oder gar keinem Fleisch ging mit einem verringerten Diabetesrisiko einher. Verantwortlich hierfür war zum Teil der geringere BMI bei den Wenig- oder Kein-Fleisch-Essern.

In Übereinstimmung mit der Studie Vegetarian diets and incidence of diabetes in the Adventist Health Study-2 war nach Beachtung des BMI das Diabetesrisiko bei den Teilnehmern mit einer fleischarmen oder -losen Kost um etwa ein Drittel vermindert und auch bei den Fischessern verringert.

Hoher Fleischkonsum fördert die Entstehung von Diabetes

Hoher Fleischkonsum fördert die Entstehung von Diabetes

Ein Verzicht auf Fleisch kann sich also unabhängig vom BMI durch das Vermeiden der enthaltenen Substanzen günstig auf den Glukosestoffwechsel auswirken. So wird zum Beispiel verarbeitetes Fleisch häufig gepökelt oder gesalzen mit Nitraten oder Nitriten, aus denen im Magen Nitrosamine entstehen können, die potenziell toxisch auf die das Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse wirken.

Beim Kochen von Fleisch können in großen Mengen Advanced Glycation Endproducts (AGEs) entstehen, die das Auftreten einer Insulinresistenz begünstigen. Negativ auf die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin wirken sich auch die im Fleisch enthaltenen gesättigten Fettsäuren und Eisen aus.

Das reduzierte Diabetesrisiko bei Vegetariern und Veganern kann auch Folge des höheren Verzehrs von Hülsenfrüchten, Nüssen, Obst und Gemüse sein, die mit niedrigeren Nüchternglukosespiegeln, reduzierten Insulinkonzentrationen und gesteigerter Insulinempfindlichkeit einhergehen.


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