Britische Fußballfans merken nicht, dass sie vegane Burger essen. Die britische Supermarktkette Sainsbury’s hat kürzlich sein Sortiment an veganfreundlichen Produkten um mehr als ein Drittel erweitert, und stellte als Werbeaktion einen Foodtruck vor das Stadion mit veganen Burgern, Hot Dogs und Würstchen. Die Fans, die am vergangenen Wochenende das Spiel zwischen den beiden Vereinen Crystal Palace und Wolves sehen wollten, kamen vor dem Spiel vorbei und bestellten Rindfleisch-Burger ohne zu wissen, dass sie pflanzliche Alternativen zu Fleisch enthielten.

Shaun Berry, der von Wolverhampton angereist war, sagte nach der Auflösung: „Guter Geschmack! Wir essen zu Hause nie Gemüse oder veganes Zeug, aber heutzutage kommt es immer häufiger vor. Vor fünf Jahren waren die Dinge noch ganz anders. Es gibt Alternativen für alles und ich bin dafür, wenn ich ehrlich bin.“

Tony Arch, der stundenlang in einem Regenguss gewartet hatte, sagte: „Sehr schön, es ist kein Fleisch, aber es schmeckt wie Fleisch. Ich esse normalerweise kein Gemüse, aber meine Nachbarin, eine Finnin, isst es die ganze Zeit, also werde ich etwas davon essen, wenn ich rübergehe, um sie zu sehen.“

Einige machten sogar Fotos von der Beschilderung „Kostenlose Burger“, um sie in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Ein hungriger Fan war auch erleichtert zu hören, dass sein Chili-Dog fleischfrei war, da ihm von seiner Frau gesagt worden war, er solle das rote Fleisch weglassen. 😀

Elizabeth Kozlowski sagte: „Diese Kerle denken, dass sie Fleisch essen – aber ich wusste es. Ich schaute auf den Grill, während sie die Burger machten, und ich dachte, etwas sah anders aus. Es macht mir nichts aus, wenn es kein Fleisch ist. Ich versuche, mich zu Hause vegetarisch zu ernähren und esse nicht viel rotes Fleisch – und es ist schön zu sehen, dass andere Leute es versuchen, auch wenn sie es nicht wissen.“


Quelle:

Burger van tricks football fans into eating meat-free alternatives without them realising

4 Replies to “Britische Fußballfans merken nicht, dass sie vegane Burger essen!”

  1. Alles schön und gut – aber wäre das umgekehrt okay gewesen? Man bestellt Soya und bekommt Rindfleisch. Die Braterin sieht es, sagt aber nix, weil es ja „gut für den Kunden ist“.
    Vermutlich nicht, oder? 😉

    1. Moin Madame Graphisme,

      ich bin da anderer Meinung. Für Soja wird kein Tier umgebracht und es schadet den Menschen nichts. Ok, es gibt Leute, die reagieren auf Soja allergisch, das ist ein Punkt, über den man nicht streiten sollte, das ist der einzige Punkt, den man den Veranstaltern vorwerfen könnte.

      Aber leider gibt es sehr sehr viele Menschen, die so viele Vorurteile gegenüber veganem Fleischersatz haben, dass sie diesen niemals von sich aus probieren würden. Und diese Leute kann man nur so überzeugen, dass man kein Fleisch braucht, um eine schmackhafte Mahlzeit zuzubereiten.

      Und ja, es ist gut für den Kunden, da Soja oder anderer Fleischersatz nachweislich immer noch viel gesünder ist, als Fleisch, vor allem rotes Fleisch.

      Umgekehrt ist es eine Unverschämtheit, einem Veganer heimlich Fleisch unterzujubeln! Denn er will aus ethischen Gründen kein Tier essen, da er nicht will, dass dafür ein Tier getötet wird. Mir ist jedenfalls noch kein Fleischesser begegnet, der aus ethischen Gründen keinerlei Pflanzen isst. 😀

      Viele Grüße,

      Katrin

      1. Für mich ist alles, was in aus „erzieherischen Gründen“ in anderer Leut’s Autonomie eingreift, paternalistischer Mist, gegen den ich als sozialistische Anarchistin mit Freuden jederzeit zu Felde ziehe. 🙂
        Vielleicht will jemand kein Soja essen, weil Sojaanbau zu 90% eine Umweltschweinerei ist und er das aus Gewissensgründen ablehnt? Ist dessen Meinung weniger valide als die desjenigen, der Fleisch ablehnt?
        Vielleicht ist jemand tatsächlich allergisch. Oder verträgt es „nur“ nicht.
        Egal wie – niemand hat das Recht, jemand anderem heimlich etwas anzudrehen. Als nächstes dann Schweinefleischwürstchen für Muslime und Juden, weil deren Entscheidung „aus Gründen“ weniger ethisch ist, als die eigene?
        Ich bin vielleicht in dieser Beziehung etwas heftig – aber anderen Leuten pädagogisch zu kommen geht einfach gar nicht.
        Gerne überzeugen, aber nicht auf so eine krumme Tour.

      2. Moin,

        erstens ist das Soja, das aus dem Regenwald kommt, das Soja, das als Sojaschrot zu 90 Prozent in den Trögen der Massentierhaltung endet! Das Soja, aus dem Tofu gemacht wird, ist meistens aus nächhaltigem Anbau in Europa oder China. Von daher kann man das wirklich nicht als Argument gelten lassen.

        Zum Thema Muslime und Juden: Es werden zum Beispiel gerade in den USA immer mehr rein vegane Gerichte in öffentlichen Institutionen angeboten, eben gerade weil Juden und Muslime diese ohne Probleme mit ihrer Religion essen können! Und ich habe wie gesagt, noch keinen Menschen getroffen, der aus ethischen oder religiösen Gründen keine Pflanzen isst!

        Und wie in dem Beitrag zu lesen ist, auch in dem englischen Original, hat sich wohl Keiner beschwert, im Gegenteil, alle waren positiv überrascht davon, wie lecker es war!

        Viele Grüße,

        Katrin

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