Vegane Ei-Alternativen ohne Fipronil!

Spargel mit veganem Rührei und Kartoffeln.
Spargel mit veganem Rührei und Kartoffeln.

Gibt es überhaupt vegane Ei-Alternativen ohne Fipronil? Vielleicht regt der Eierskandal Menschen zum Umdenken an? Jährlich sterben 50 Millionen männliche Küken kurz nach der Geburt und vor Kurzem deckte das Deutsche Tierschutzbüro auch unhaltbare Zustände in Deutschlands Hühnerställen auf – auch in Ställen, in denen Biohühner gehalten werden. Dabei brauchen wir keine Eier, pflanzliche Zutaten sind mindestens genauso lecker!

Heute ist es ganz einfach, ohne Eier zu kochen und zu backen. Erst braucht man eine gewisse Zeit der Umgewöhnung und nicht jede pflanzliche Alternative eignet sich für jeden Einsatz. Nach dem ersten veganen Apfelkuchen ist man neugierig, nach einem Käsekuchen überzeugt und nach der ersten rein pflanzlichen Donauwelle wundert man sich, überhaupt je ein Ei beim Backen verwendet zu haben. Eier lassen sich beim Kochen und Backen auf einfache Weise ersetzen. Oftmals können sie in Rezepten auch ersatzlos gestrichen werden, ohne dass dies Auswirkungen auf das Ergebnis hat.

Vegane Ei-Alternativen

Reife Banane: Eignet sich gut für Kuchen. Banane zerdrücken und in den Teig einrühren. Die Banane schmeckt im Gebäck leicht vor. Eine halbe Banane ersetzt ein Ei.

Flohsamenschalen: Schon ein bis zwei Teelöffel eignen sich zum Beispiel sehr gut für Waffeln oder Burger, da diese eine sehr hohe Quellfähigkeit besitzen.

Stärkemehl und Sojamehl: Wird mit Wasser angerührt und eignet sich für Kuchen und Gebäck. Besonders Sojamehl kann einen charakteristischen Nachgeschmack hinterlassen. Ein Esslöffel Mehl ersetzt ein Ei.

Apfelmus: Eignet sich sehr gut für Muffins und feuchte Teige. Der Apfelgeschmack geht beim Backen fast vollständig verloren. Drei Esslöffel Apfelmus ersetzen ein Ei.

Ei-Ersatzpulver: Das fertige Bindemittel besteht hauptsächlich aus Maisstärke und Lupinenmehl und wird mit Wasser angerührt. Es eignet sich ideal für leichtes Gebäck, Kuchen oder Bratlinge. Ein Teelöffel Ei-Ersatzpulver mit 40 ml Wasser gemischt ersetzen ein Ei. Ei-Ersatzpulver ist in Reformhäusern, Bioläden und gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Leinsamen: Leinsamen eignen sich besonders für Vollkorn-Gebäck. Zwei Esslöffel gemahlener Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser vermengt, ersetzen ein Ei.

Kala Namak: Das Schwarzsalz Kala Namak verleiht Gerichten einen typischen Ei-Geschmack und ist eine geeignete Zutat in veganen Ei-Alternativen wie Mayonnaise, Rührei oder einer veganen Sauce Hollandaise.

Seidentofu: Etwa 60 g cremig gerührter oder pürierter Seidentofu ersetzen ein Ei. Der Tofu eignet sich für herzhafte und süße Speisen und hat einen leichten Eigengeschmack.

Johannisbrotkernmehl: Ist ein natürliches Bindemittel. Es eignet sich zum Verdicken von warmen und kalten Speisen wie Soßen, Suppen und Desserts.

Tomatenmark: Für pflanzliche Burger eignet sich Tomatenmark als natürliches Bindemittel. Etwa ein Esslöffel ersetzt ein Ei.

Kurkuma: Das Gewürz Kurkuma verleiht pflanzlichen Ei-Gerichten eine typisch gelbe Farbe. Es eignet sich für veganes Omelette und Rührtofu und wird vor dem Anbraten hinzugefügt.

Veganes Rührei-Rezept

Zutaten

1 Zwiebel
50 g Räuchertofu
1 TL Raps-Öl
200 g Tofu natur
1 Prise Kurkuma
50 g Schnittlauch
Kala Namak Salz
Pfeffer

Die Zwiebel und Räuchertofu in Würfel schneiden und in der Pfanne mit Öl etwas anbraten. Den Naturtofu mit einer Gabel oder der Hand in feine Stücke zerdrücken und mit Kurkuma und dem Kala Namak Salz vermengen. Die Mischung in die Pfanne geben und anbraten. Mit Pfeffer abschmecken, Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und unter das fertige Tofu-Rührei mischen.

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Katrin Luber

Online-Redakteurin & Social Media Managerin bei Ist das vegan oder kann das weg?
Ich bin Katrin Luber, lebe seit Oktober 2014 vegan und startete diesen Blog im September 2015. Leser finden hier nützliche Informationen rund um das vegane Leben direkt aus der Praxis. Mein Anspruch ist es, aufzuklären und zu überzeugen, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich wünsche vor allem viel Spaß beim Lesen 😉
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2 Kommentare

  1. Super Artikel!
    Ich bin immer auf der Suche nach Dingen, die in Rezepten Kalorien sparen. Und Ei ist nunmal, so fein es für den Proteinhaushalt auch sein mag, eine echte Bombe (ich nutze die Eier unserer freilaufenden Hühner, Enten und Gänse – aber die sind trotzdem sehr energiedicht, wenn auch gewissenstechnisch unbedenklich).
    Vor allem, weil Du auch gleich Mengenangaben dazugeschrieben hast. Danke! 🙂
    Was würde sich denn für einen Frühstückskuchen mit Datteln/Mandelmehl/Gelberüben/Äpfeln anbieten? Am ehesten Apfelmus, oder? In den Kuchen kommen nämlich normal richtig viele Eier (10 Stück!) und wenn ich die 120-150 Kalorien pro Ei grade mal halbieren könnte, würde mich das schwer begeistern.

    • Moin Madame Graphisme,

      jaja, die lieben Kalorien 😉 Ich achte da ja momentan auch drauf 🙂

      Ich muss zugeben, dass ich absolut keine Backfee bin, deshalb finden sich hier, abgesehen von einem Rezept, keine Backrezepte im Blog. Fürs Backen ist meine Schwiegermutter zuständig. Aber rein gefühlsmäßig würde ich auch Apfelmus nehmen. Vielleicht solltest du erst mit ein paar Löffeln anfangen und gucken, wie der Teig wird. Nicht, dass er nachher zu feucht ist. 100g ungezuckerter Apfelmus haben übrigens 55 Kcal 😉

      Ich würde vielleicht noch einen Esslöffel gemahlenen Leinsamen rein rühren, das bindet relativ zuverlässig. Falls es zu feucht ist: Flohsamenschalen helfen immer 😀

      Lieben Gruß und viel Erfolg!

      Katrin

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