Vegane Rohkost: Nicoles Sohn war der Auslöser, lebt aber selbst vegan

Vegane Rohkost Nicole Gripp
Nicole Gripp. Foto: Privat

Nicole Gripp erzählt mir, dass ihr Sohn vor zwei Jahren der Auslöser war, die Ernährung auf vegane Rohkost umzustellen. Allerdings ernährt sich ihr Sohn vegan, Nicole seit einigen Monaten zu 99 Prozent rohvegan: „Es war sein Wunsch. Wir wollten es eigentlich nur mal vier Wochen probieren. Aber es hat unser Leben verändert. Seitdem leben wir (roh-) vegan und ich habe sogar ein Studium zur veganen Fachberaterin erfolgreich absolviert und arbeite als Onlinecoach für vegane Ernährung und Lifestyle.“

Nach der Umstellung hatte Nicole kaum Entgiftungserscheinungen, nur ein bisschen Kopfschmerzen und unreine Haut: „Meine Ernährung hatte aber schon vorher einen hohen Rohkostanteil. Durch die rohvegane Ernährung sind Übergewicht und Akne verschwunden.“

Vegane Rohkost Brot. Foto: Nicole
Rohkostbrot. Foto: Nicole

Im Winter isst sie viele Sprossen und Keime: „In den Wintermonaten, wo die saisonal, regionale Obst-und Gemüseauswahl dürftiger ist, esse ich viel davon. Es gibt nichts Besseres an Grünzeug. Dein Körper wird es Dir danken.“ Als Tipp verrät sie zum Beispiel: „Immer die ideale Temperatur von 18-22°C einhalten und um eine Verkeimung zu verhindern, sollte man die Pflanzen nie mit den Händen berühren und stets gut spülen. Um Schimmel bei Kresse zu vermeiden, kann man einige Radieschensamen beifügen. Das hilft!“


Ihr Dörrgerät ist häufig in Benutzung und sie pflanzt Wildkräuter auf dem eigenen Balkon an. So schafft sie es, nicht mehr Geld als vorher auszugeben: „Das gleicht sich aus. Wobei der finanzielle Aspekt für mich keine Entschuldigung darstellt. Ich gebe in meinen Kursen auch Beispiele für eine ‚rohvegane Ernährung on a budget‘.“

Was sagen Freunde und Familie dazu?

Vegane Rohkost Raw Vanilly Cheesecake. Foto: Nicole
Raw Vanilly Cheesecake. Foto: Nicole

Da Nicoles Mutter selbst zu 90% vegan lebt, hat sie es im Gegensatz zu vielen anderen wirklich einfach: „Die Familie findet es gut und ist interessiert, was wohl auch daran liegt, wie ich es rüberbringe. Meine Mama kocht vegan, wenn wir da sind. Ich bereite mir mein Essen selber zu. So können wir zusammen kochen und lecker essen.“

Leider kennt sie keine anderen rohveganen lebenden Familien und tauscht sich daher nur im Internet mit Gleichgesinnten aus. Im Restaurant fragt sie und bekommt meist leckere Gerichte: „Ich picke mir von der Karte alles rohvegane raus und lasse mir was Leckeres zusammenstellen. Die meisten Köche machen dies mit Freude und entdecken so auch neue Kreationen.“ Unterwegs stellt sie sich eigenen Proviant aus Früchten, Rohkost-Sandwiches, Gemüse, Trockenobst und selbstgedörrten Rohkostchips zusammen. Genauso im Urlaub.

Freunde des Sohnes probieren gerne

Vegane Rohkost Kokosbällchen
Kokosbällchen. Foto: Nicole

„Mein Sohn ist 15 und isst ausschließlich daheim, da die Schule nur fünf Minuten entfernt ist – da bietet es sich natürlich an. Auf Feiern bringen wir gerne was mit. So schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ich habe leckeres Essen und kann andere Menschen inspirieren. Wenn mein Sohn Freunde zu Besuch hat, sind sie aufgeschlossen und probieren gerne. Sie mögen mein Essen gerne.

Da mein Sohn der Auslöser war, brauchten wir ihm die vegane Lebensweise nicht groß erklären. Rohvegan ist jedoch (noch) nix für ihn. Sagt er. Am Anfang haben wir uns durchprobiert und wissen, was uns schmeckt und gut tut. Seit der Umstellung wollte er auch keine unveganen Dinge mehr probieren. Er hat absolut kein Interesse dran und achtet da wirklich sehr drauf. Bei Klassenfahrten ernährt er sich so vegan wie möglich ansonsten mit Widerwillen vegetarisch. Sonst gibt es für uns keine Kompromisse. Wobei mein Sohn dies immer selber entscheiden soll und darf.“


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Katrin Luber

Online-Redakteurin & Social Media Managerin bei Ist das vegan oder kann das weg?
Ich bin Katrin Luber, lebe seit Oktober 2014 vegan und startete diesen Blog im September 2015. Leser finden hier nützliche Informationen rund um das vegane Leben direkt aus der Praxis. Mein Anspruch ist es, aufzuklären und zu überzeugen, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich wünsche vor allem viel Spaß beim Lesen 😉
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