#1Monatvegan: Das sind die gesundheitlichen Vorteile veganer Ernährung!

#1MonatVegan
Quelle: Filling Your Mind/Bella Lacroix

Mein Beitrag zur #1Monatvegan Challenge mit Blogparade erklärt die gesundheitlichen Vorteile einer veganen Ernährung.

Ist die vegane Ernährung jetzt nun gesund oder nicht? Haben Veganer nicht Mangelerscheinungen, sind bleich und wirken abgemagert? Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich nach zwei Jahren veganer Ernährung immer noch auf die Fortsetzung der häufig gehörten Argumentationskette „Sie stellte ihre Ernährung auf vegan um und nahm 20 Kilo ab“ warte. Denn ich habe kein einziges Gramm abgenommen!

Warum ich trotzdem dabei geblieben bin, hat den ganz simplen Grund, dass bei mir eine beginnende Arthrose festgestellt worden ist, ich irrsinnige Schmerzen im Fuß hatte und kaum noch laufen konnte. Diese Schmerzen waren nach einigen Wochen ohne tierische Proteine einfach verschwunden. Genauso wie die Menstruationsschmerzen, das Sodbrennen und der Heuschnupfen.

Vegan ist gesund – aber ohne Sojaschnitzel!

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, braucht der Mensch keine tierischen Produkte, um gesund zu bleiben – im Gegenteil! Veganer haben, wie viele renommierte Studien zeigen, ein geringeres Risiko für Krebs, Diabetes, Koronare Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Bluthochdruck und einen hohen Cholesterinspiegel – nachzulesen in den Positionspapieren der „Academy for Nutrition and Dietetics“. Allerdings natürlich nur bei einer vollwertigen veganen Ernährung. Wer sich nur von Sojapudding, -eis und -schnitzel sowie Pommes ernährt, dürfte nicht davon profitieren.

Vegane Pancakes mit Bananen, Datteln und Agavendicksaft.
Vegane Pancakes mit Bananen, Datteln und Agavendicksaft.

Eine gesunde vegane Ernährung besteht aus frischem Gemüse und Obst, Hülsenfrüchten, Kräutern, Nüssen, Samen und Vollkorngetreide. Weißmehl und Zucker sollten reduziert werden, aber ein Löffel Zucker im Tee muss man sich nicht verbieten genauso wie das frische leckere Brötchen am Wochenende. Das Vitamin B12 muss supplementiert werden, da es nur in sehr niedrigen Dosen in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt.

Die „Adventist Health Study 2“ mit Anhängern der Glaubensgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Kalifornien mit 61.000 Teilnehmern zeigte, dass die Fleischesser einen durchschnittlichen BMI von knapp 29 hatten, was bedeutet, dass der größte Teil übergewichtig ist. Bei den halben Vegetariern, die seltener als einmal pro Woche Fleisch essen, lag der BMI bei 27. Die dritte Gruppe sind die Vegetarier die noch Fisch essen aber kein Fleisch. Sie sind nur minimal schlanker. Die Vegetarier, die noch Milchprodukte und Eier essen sind noch etwas schlanker. Die Veganer waren die schlankesten und hatten beispielsweise fast gar kein Diabetes Typ-2 im Vergleich zu den Fleischessern. Auch bei Krebs oder der allgemeinen Sterblichkeit schnitten die Fleischliebhaber am schlechtesten ab.

Die Milch macht’s nicht!

Tabouleh!
Tabouleh!

Auch wenn die Milchindustrie in den letzten 50 bis 60 Jahren es mit geschicktem Marketing geschafft hat, den Menschen einzutrichtern, dass Milch gesund ist und stark macht – das stimmt nicht! Denn die Milch einer Kuh ist einzig und alleine für ihr Kalb vorgesehen. Mit dieser Muttermilch soll das Kalb innerhalb von etwa 7 Wochen sein Geburtsgewicht verdoppeln. Deshalb enthält die Milch alles was das Kalb dafür braucht – einschließlich Wachstumshormonen! Diese können auch das Wachstum von Tumorzellen fördern.

Nebenbei ist Milch auch einer der häufigsten Auslöser von Allergien, Akne und Neurodermitis. Dr. Colin Campbell zeigte in der China Study, dass ein hoher Anteil von Kasein in der Nahrung das Wachstum von Tumorzellen fördert. Kasein ist ein Eiweiß welches in der Milch enthalten ist. Pflanzliche Eiweiße bewirkten hingegen einen Stillstand des Tumorwachstums. Er wies auch nach, dass in Ländern mit einem hohen Milchkonsum, die Osteoporoserate höher ist als in Ländern mit einem traditionell niedrigen Konsum.

Pflanzen als Medizin

Radicchio Salat mit Pilzen und Birnen.
Radicchio Salat mit Pilzen und Birnen.

Veganer nehmen überdurchschnittlich viele Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Ballaststoffe auf, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Sekundäre Pflanzenstoffe haben ein großes Potenzial zur Vorbeugung vieler Krankheiten und Stärkung der Gesundheit. Ihre Eigenschaften reichen von antikanzerogen (schützt vor Krebs), antimikrobiell, antioxidativ, antithrombotisch, immun modulierend (Beeinflussung des Immunsystems durch pharmakologisch wirksame Stoffe), entzündungshemmend, verdauungsfördernd bis hin zu der Fähigkeit, den Blutdruck sowie den Cholesterin- und Blutglukosespiegel zu senken.

Professor Claus Leitzmann empfiehlt beispielsweise: Flavonoide kommen auch in Trauben und Rotwein vor. Jedoch ist ihr Anteil in Traubensaft höher als in Rotwein. Ich rate dazu: Essen Sie mehr Trauben! Gut kauen! Denn die meisten Substanzen sind in der Schale. Wer Rotwein trinken will, kann das gerne machen. Aber nicht mit der Entschuldigung, er wolle gerne viele Sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nehmen. Dann sollte er lieber die Trauben essen.“ Er zählt zu den wohl beliebtesten und bekanntesten veganen Ernährungsberatern. Leitzmann, geboren 1933, ist Gründer des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung und war am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen tätig.

Erdbeer-Brownie
Erdbeer-Brownie

In der Pflanzenfamilie der Kreuzblütler kommt beispielsweise Sulforaphan vor, ein Inhaltsstoff, dem bereits seit der Antike eine heilsame Wirkung nachgesagt wird. Zu den Kreuzblütlern zählen Brokkoli und Blumenkohl sowie sämtliche weiteren Kohlsorten, aber auch Kresse, Kapuzinerkresse, Rucola, Rettich, Radieschen, Meerrettich, Kohlrübe mit Rübstiel, Raps und Senf. Das Universitätsklinikum Heidelberg hat nachgewiesen, dass Sulforaphan die besonders aggressiven Tumorstammzellen angreift und diese dadurch für die Chemotherapie empfindlich macht. Erdbeeren können eine positive Wirkung auf Krebsarten wie Brustkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs haben, wie in einigen Studien gezeigt werden konnte. Durch die entzündungssenkende Wirkung der Erdbeeren bringen sie auch Erleichterung bei Rheuma, Arthrose und Morbus Crohn.

Fleisch ist nicht gesund!

Dr. Caldwell Esselstyn, Dr. Neal Barnard und Dr. Michael Greger plädieren für eine vegane Ernährung, da sie als Mediziner sich jahrelang mit den Auswirkungen beschäftigten. Dr. Neal Barnard gelang es in seiner Klinik, mit einer fettarmen veganen Ernährung Patienten von ihrer Diabetes Typ-II zu heilen. Er erlaubt seinen Patienten alles zu essen, solange es fettarm und vegan ist – und widerspricht damit den üblichen Empfehlungen, möglichst auf Kohlenhydrate zu verzichten. Dies empfehlen auch die WHO, die DGE und die Academy for Nutrition and Dietetics.

Im vorigen Jahr hat zudem die WHO Fleisch als krebserregend eingestuft – je mehr verarbeitete Fleischprodukte jemand isst, desto höher sei sein Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Auch rotes Fleisch sei wahrscheinlich krebserregend.

Tut eurer Gesundheit etwas gutes – probiert die vegane Ernährung einfach mal für vier Wochen aus! Es lohnt sich! Versprochen! Übrigens hält die vegane Ernährung auch noch jung! 🙂


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Katrin Luber

Online-Redakteurin & Social Media Managerin bei Ist das vegan oder kann das weg?
Ich bin Katrin Luber, lebe seit Oktober 2014 vegan und startete diesen Blog im September 2015. Leser finden hier nützliche Informationen rund um das vegane Leben direkt aus der Praxis. Mein Anspruch ist es, aufzuklären und zu überzeugen, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich wünsche vor allem viel Spaß beim Lesen 😉
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2 Kommentare

  1. Liebe Katrin,
    Einen total interessanten blogpost hast du hier geschrieben. Einige Fakten zur veganen Ernährung wusste ich schon, aber natürlich noch nicht so viel. Du hast das wirklich toll zusammen gefasst und verständlich vermittelt.
    Alles Liebe,
    Mira

    • Liebe Mira,

      vielen lieben Dank 🙂 Schön, dass dir der Beitrag noch neue Fakten liefern konnte! Vielleicht kannst du diese ja in Diskussionen verwenden, um noch mehr Menschen von den vielen Vorteilen für die Gesundheit zu überzeugen 😉

      Lieben Gruß,

      Katrin

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