Rezension: The Lotus and the Artichoke SRI LANKA von Justin P. Moore

Kichererbsen aus dem Buch The Lotus and the Artichoke SRI LANKA.Justin P. Moore zauberte mit dem neuen Buch The Lotus and the Artichoke  SRI LANKA exotisches Flair in meine Küche: „Mein Traum von Sri Lanka begann vor einigen Jahren, als ich auf einem Berliner Flohmarkt über einen alten Reiseführer stolperte. Beim Blättern durch die vergilbten Seiten musste ich an meine Reisen durch Indien, Nepal und Südostasien denken,“ schreibt er. Fahrten in klapprigen Bussen und Zügen, einfache Unterkünfte, Tempelbesuche, Wandern im Gebirge, Schwimmen im Meer, spannende neue Bekanntschaften und überwältigend leckeres Essen – all das gehörte für ihn dazu.

Justin P. Moore bei einer Kochshow auf der Veggie World in Berlin, wo er sein Buch Sri Lanka vorstellte.
Justin P. Moore bei einer Kochshow auf der Veggie World in Berlin, wo er sein Buch Sri Lanka vorstellte.

Er begann, alles über das Land und seine Küche zu recherchieren: „Einen fantastischen Mix aus nord- und südindischen Aromen mit starken thailändischen und anderen asiatischen Einflüssen, der dennoch ganz einzigartig und unnachahmlich war.“ Ein srilankisches Restaurant in der Nähe wurde zu seinem Lieblingslokal. Er genoss köstliche Jackfrucht- und Rote Bete-Currys, frisch gemacht Hopper-Crêpes und scharf-würziges Kokos-Sambol.

10 Wochen mit Kind durch Sri Lanka

reiseDezember 2014 flog er mit seiner Partnerin Julia und ihrem kleinen Sohn Kolja nach Sri Lanka und reisten quer durch das Land. In dieser Zeit kochte er mit Einheimischen, warf einen Blick in kleine private und größere Restaurantküchen und „lernte ein fantastisches Land voller Aromen, Farben, Energie Kontrasten von Tradition und Moderne, verschiedenen Lebensphilosophien und Religionen und abwechslungsreichen Landschaften kennen. Mit diesem Kochbuch teile ich meine kulinarischen Abenteuer, Einsichten und Erinnerungen an eine Insel mit wunderbaren Bewohnern und einer großartigen Küche, das mein Herz erobert und meine Sinne verzaubert hat.“

Auf der Reise durch das faszinierende und vom Bürgerkrieg geplagte Sri Lanka entdeckte er in den Küchen der Küste, der Bergregion und der Großstädte Colombo, Kandy und Jaffna regionale Delikatessen und vereinte sie in dem Buch The Lotus and the Artichoke SRI LANKA. Am Anfang erzählt Justin im Tagebuchstil von der Reise – so hat der Leser das Gefühl, er wäre dabei gewesen. Ich hätte mir diesen Teil etwas ausführlicher gewünscht, da er sehr spannend war.

inhaltJustin erklärt im Kapitel „In der Küche“ viel Wissenswertes über Küchenutensilien, Zutaten wie Linsen, Bohnen, Tofu, Mehl, Süßungsmittel, Kokos, Gewürze und Kräuter. Der Leser erfährt auch, wie man sich seine eigene Currymischung zaubern kann – das will ich unbedingt noch ausprobieren. Das Buch ist eingeteilt in Salate & Chutneys, Short Eats & Beilagen, Hauptgerichte & Currys sowie Sweets. Rezepte für eine scharfe Tomatensauce, Fladenbrot, Banana Lassi, Mango-Eis und Papadam als traditionelle Gerichte sind ebenfalls zu finden.

Was habe ich ausprobiert?

Als Kichererbsen-Junkie probierte ich natürlich „Kadala Thel Dala“ aus, ein teuflisch würziges Kicherbsengericht – allerdings habe ich es nicht ganz so scharf gemacht. Der Geschmack war neu für mich, da die Sauce neben den üblichen Gewürzen wie Koriander, Chili, Kreuzkümmel, Curry und vielen anderen mehr auch mit Kokosraspeln und Shoyu-Sojasauce angemacht wurde. Auch der Zusatz von Zitronensaft war für mich neu. Aber es war köstlich!

Kokosmilchcurry„Kiri Hodi“, ein dünnes gelbes Kokoscurry, habe ich noch mit etwas Zucchini und Porree gestreckt, da ich noch Gemüse drin haben wollte. Es besteht ansonsten aus einer Kokosmilchsauce, die mit Ingwer, Chili, Koriander, Zitronensaft und unter anderem auch einem Lorbeerblatt verfeinert wurde. Eigentlich war ein Pandanusblatt vorgesehen, das ist hier bei mir aber nicht zu bekommen. Justin gibt bei allen Rezepten immer eine Alternative an, die man hier in jedem Supermarkt bekommt. So kann man die Rezepte leicht nachkochen.

teigdesasterAm Wochenende wollte ich wie im Rezept beschrieben, Bananen-Pancakes in einer gusseisernen Pfanne machen. Allerdings ist meine noch nicht „eingebrannt“, da ich sie nach dem Kochen immer wieder sauber mache. Mir ist das „Einbrennen“ einfach zu eklig. Der Teig klebte natürlich fest und auch meine teure Silit-Teflonpfanne gab an dem Tag den Geist auf – auch hier klebte alles fest. Also schlug mein Freund vor, die Pancakes doch einfach im Ofen zu machen. 😉 Kann mir jemand eine wirklich gute Pfanne empfehlen?

pancakesJedenfalls schmeckten die Pancakes mit Bananenstückchen und Datteln aus dem Ofen wirklich sehr lecker und man kann sich so viel Öl und Arbeit sparen.

Justin hat in den USA, wo er auch geboren wurde, Kunst studiert und arbeitete nach dem Studium in Boston und Philadelphia als Künstler und Grafiker. 2001 kaufte er sich ein One-Way-Ticket nach Deutschland und blieb in Berlin hängen. Die Illustrationen, das Layout und die Fotos in dem Buch stammen alle von Ihm.


Mehr Informationen

Autor: Justin P. Moore
Titel: The Lotus and the Artichoke SRI LANKA (Werbung)
Erschienen: 26. November 2015
Verlag: Ventil Verlag
Form: 160 Seiten
ISBN: 978-3955750466
Preis: 14,00 €

Links

Weltreisender Koch: „Man sollte seinem Bauchgefühl folgen“
Homepage von Justin P. Moore
Ein Blick über den Tellerrand: Justin P. Moore und die veganen Küchen dieser Welt

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Katrin Luber

Online-Redakteurin & Social Media Managerin bei Ist das vegan oder kann das weg?
Ich bin Katrin Luber, lebe seit Oktober 2014 vegan und startete diesen Blog im September 2015. Leser finden hier nützliche Informationen rund um das vegane Leben direkt aus der Praxis. Mein Anspruch ist es, aufzuklären und zu überzeugen, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich wünsche vor allem viel Spaß beim Lesen 😉
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