Rezension: Vegan Oriental von Parvin Razavi!

Orientalischer Milchreis aus Vegan Oriental.
Orientalischer Milchreis.

Parvin Razavi hat in ihr Buch Vegan Oriental die Gerüche, Geschmäcker und Lebenslust aus dem Orient gepackt. Sie ist im Iran geboren und verbrachte die ersten Jahre am Kaspischen Meer und in Teheran, bis ihre Familie nach Österreich zog. Parvin experimentierte schon früh in der Küche und beglückte erst nur ihre Freunde mit kulinarischen Delikatessen.

Parvin RazaviIhre Freunde machten ihr Mut, und so gründete sie ihren Foodblog thx4cooking und arbeitete als Redakteurin bei dem Magazin „Biorama“. Parvin schlägt in ihrem Buch „einen kulinarischen Bogen über die verschiedenen orientalischen Esskulturen“ und kombiniert sie mit zeitgenössischen Ansätzen: „So liebe ich es zu kochen, Gäste einzuladen und gemeinsam mit ihnen an einer großen Tafel zu essen und die Vielfalt der Kulturen zu erleben.“ Sie schreibt, dass in der orientalischen Küche oft bis zu zehn verschiedene Gerichte, auch „Mezze“ genannt, gleichzeitig auf den Tisch kommen: „Die von mir kreierten Rezepte sind oft sehr einfach, meist in weniger als einer halben Stunde nachgekocht und lassen so jede Menge Zeit zum Genießen.“

Acht Länder in sechs Kapiteln

InhaltsverzeichnisVegan Oriental bietet Köstlichkeiten aus dem Iran, Armenien, Syrien, Libanon, Jordanien, Ägypten, Marokko und der Türkei. Syrien, Libanon und Jordanien sind in einem Kapitel zusammengefasst. In einem Glossar werden die Zutaten wie Bockshornklee, Kreuzkümmel, Bulgur, Sumak und Tahini sowie viele andere Gewürze erklärt. Zusätzlich stellt sie zwei verschiedene Arten des Reiskochens vor.

Die Gerichte sind immer entweder als Hauptgericht oder als Mezze gedacht, die Mengen müssen dann jeweils angepasst werden. Ich fand viele Gerichte doch recht aufwändig, also eher etwas für ein gemütliches Kochen am Wochenende oder im Urlaub. Aber vieles geht auch wirklich sehr schnell und ist eine gute Abwechslung im Alltag. Zu jedem Land gibt es auch immer leckere Desserts. Abgerundet werden die Rezepte einerseits mit wunderschönen Fotos von Arnold Pöschl sowie Illustrationen von Henriette Artz.

Was habe ich ausprobiert?

Tabouleh aus Vegan Oriental.
Tabouleh.

Bisher habe ich meinen sehr beliebten Couscoussalat immer nach einem eigenen Rezept gemacht – mit Olivenöl, Aceto Balsamico, Salz, frischem Ingwer, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Chili sowie etwas Kurkuma für die Farbe. Doch jetzt wollte ich mal eine echte Tabouleh machen – und sie war genauso lecker wie mein Rezept. Und eigentlich viel simpler! Petersilie, Minze (hab ich weg gelassen, mag ich nicht!), Lauchzwiebeln, Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer sowie Tomaten und Bulgur oder Couscous. Ganz wichtig ist bei diesem Rezept, dass man es ordentlich durchziehen lässt. Erst dann hat der Bulgur die Gewürze aufgenommen.

Baba Ganoush aus Vegan Oriental.
Baba Ganoush.

Immer mal ausprobieren wollte ich unbedingt das Rezept für Baba Ganoush, eine Auberginenmousse. Dafür grillt man am idealsten Auberginen über dem Feuer, bis sich die Schale löst. Ich habe sie im Ofen gemacht und im Ganzen. Das hat ewig gedauert. Beim nächsten Mal werde ich sie in der Mitte durchschneiden und die Temperatur etwas erhöhen. Da ich jedoch faul bin, habe ich die Zutaten im Mixer püriert anstatt sie kleinzuschneiden. 🙂 Das Ergebnis war einfach köstlich!

Als Dessert wählte ich den orientalischen Milchreis mit Mandelmilch, Sternanis, Zimt, Vanille, Kardamom, Gewürznelken und Zucker. Dazu gab es bei mir frische Honigmelone. Ach ja, wie schlecht es uns Veganern doch geht! 😉

Ich kann das Buch sehr empfehlen – genau das Richtige für lauschige Sommernächte im Garten mit Freunden. Für ein bisschen Orient in Deutschland.


Mehr Informationen

Autor: Parvin Razavi
Titel: Vegan Oriental (Werbung)
Erschienen: 17. Juni 2015
Verlag: NeunZehn Verlag
Form: 192 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3942491372
Preis: 19,95 €

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Katrin Luber

Online-Redakteurin & Social Media Managerin bei Ist das vegan oder kann das weg?
Ich bin Katrin Luber, lebe seit Oktober 2014 vegan und startete diesen Blog im September 2015. Leser finden hier nützliche Informationen rund um das vegane Leben direkt aus der Praxis. Mein Anspruch ist es, aufzuklären und zu überzeugen, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich wünsche vor allem viel Spaß beim Lesen 😉
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