Rezension: Das vegane Kochbuch meiner Oma

Das vegane Kochbuch meiner OmaKirsten Mulach ernährte sich schon vier Jahre vegan – doch von den vielen Vorteilen, von denen immer alle erzählen, spürte sie nichts. Im Gegenteil: In der Zeit hatte sie 18 Kilo zugenommen, fühlte sich müde, ihre Haut war grau und sie hatte dunkle Ringe unter den Augen. Nach einem realistischen Blick auf ihre Ernährung fiel ihr auf, dass sie viel zu viel Fett und Zucker zu sich nahm. Smoothies mit zu viel Avocado- oder Kokosöl, Kuchen mit Datteln, Nüssen und Kakaobutter und häufig Nudeln, Kartoffeln und Brot – so kam sie locker auf 4000 kcal täglich!

Impresion-1Sie erkannte, dass sie sich bisher völlig falsch ernährt hatte. Etwa zu diesem Zeitpunkt fand sie das Rezeptbuch ihrer Oma und wunderte sich, dass viele Gerichte vegan waren. Jedoch waren alle Rezepte ohne Tofu, Seitan, Soja, Cashewnüsse oder Kakaobutter. Die Bestandteile waren natürliche Lebensmittel, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Keine veganen Fertigprodukte mit Zusatzstoffen.

Impresion-5Diese Rezepte hat sie in ihrem Buch „Das vegane Kochbuch meiner Oma“ genauso wiedergegeben, wie ihre Oma sie aufgeschrieben hat. Die natürliche vegane Ernährung hat sie wieder gesund werden lassen: „Ich erinnerte mich an ihre Worte, dass Essen gesunde Medizin für den Körper ist und dass man sich danach immer richten sollte.“

Kochen wie zu Omas Zeiten

Impresion-4Kirsten M. Mulach schreibt in der Einleitung viel über ihre Oma, die eigentlich immer mit ihrer Schürze in der Küche stand und den Kochlöffel in der Hand hatte. Die schönen Bilder der Gerichte von Fotograf Udo Einenkel versetzen einen in eine andere Zeit auf einen Hof, auf dem man gerne mal drei Wochen einfach nur entspannen würde. Abends gibt es kalte Gemüseplatte mit falscher Mayonnaise, Erbsenpfannkuchen mit Kartoffelsalat oder weiße Bohnen mit Apfel, Birne und Bratkartoffeln. Morgens genießt man mit Musebrot und Hagebuttentee, nachmittags zum Kaffee Ribbelkuchen mit Hefeteig 😉 Ach ja, man wird ja mal träumen dürfen!

Was habe ich ausprobiert?

TomatenmarmeladeIch war neugierig und habe die Tomatenmarmelade ausprobiert. Einfach Tomaten mit Zucker aufkochen und in sterile Gläser abfüllen. Ich habe die Marmelade allerdings mit nur einem Drittel Zucker gemacht – für mich war es ehrlich gesagt immer noch zu süß. Bin aber auch keine Naschkatze, sondern eher der herzhafte Typ. Mit frischen Tomaten und etwas klein geschnittenem Porree war es sehr lecker.

Da ich Kartoffeln liebe, machte ich mir auch den Kartoffelsalat. Hier ist es immer wichtig, die Kartoffeln noch warm zu pellen und mit dem Sud zu mischen. Denn sind die „Tüfken“ erst mal kalt geworden nehmen sie die Soße aus Gemüsebrühe, Essig, Senf und dem Saft der sauren Gurken nicht mehr richtig auf. Ich habe ihn natürlich schön durchziehen lassen 😉 War echt köstlich.

KartoffelsalatZum Frühstück gab es das Haferflockenpfännchen mit falscher Vanillesoße. Dafür werden Haferflocken geröstet und mit Apfelstückchen, Walnüssen und Zimt kurz erhitzt. Das Ganze wird dann entweder mit selbst gemachter oder gekaufter Mandelmilch, die mit einer halben Vanillestange und Zucker aufgekocht wurde, übergossen. Lecker!

Wer auf alte traditionelle Küche wie bei Oma steht, dem sei das Buch wärmstens ans Herz gelegt! Gut, dass Kirsten M. Mulach diese Rezepte gerettet und veröffentlicht hat.


Mehr Informationen

Autorin: Kirsten M. Mulach
Titel: Das vegane Kochbuch meiner Oma
Erschienen: 5. Oktober 2015
Verlag: Bassermann Inspiration, Verlagsgruppe Random House GmbH
Form: 112 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-641-15519-3
Preis: 16,99 €

Folge mir

Katrin Luber

Online-Redakteurin & Social Media Managerin bei Ist das vegan oder kann das weg?
Ich bin Katrin Luber, lebe seit Oktober 2014 vegan und startete diesen Blog im September 2015. Leser finden hier nützliche Informationen rund um das vegane Leben direkt aus der Praxis. Mein Anspruch ist es, aufzuklären und zu überzeugen, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich wünsche vor allem viel Spaß beim Lesen 😉
Folge mir

2 Kommentare

    • Hallo Kalle,

      in dem Buch werden gemahlene Mandeln mit Wasser, Zucker und einer halben Vanilleschote aufgekocht. Dann presst man die Masse durch ein Leinentuch. So geht es auch ohne Hochleistungsmixer. Mahlen konnten die Menschen ja früher auch schon. 😉

      Liebe Grüße,

      Katrin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.