Rezension: La Veganista – Iss dich glücklich mit Superfoods von Nicole Just

La Veganista - Iss dich glücklich mit SuperfoodsNeulich las ich bei Facebook: „Wenn ich noch einmal das Wort ‚Superfoods‘ lese, drehe ich durch!“ Ich musste beim Lesen herzhaft lachen denn ich dachte oft das Gleiche. Warum können Lebensmittel nicht einfach nur schmecken, uns nähren und vielleicht ein bisschen glücklich machen? In unserer industrialisierten Welt jagen viele dem Traum von ewiger Jugend hinterher und fallen auf die immer neuen Versprechungen von schlauen Marketingleuten rein. Wie sonst lässt sich der Boom der Superfoods erklären?

Wer hat das eigentlich erfunden? „Der Begriff Superfood wird bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts verwendet, ist allerdings erst in den letzten Jahren allgemein bekannt geworden,“ schreibt Wikipedia und wird noch deutlicher: „Superfood ist ein Marketingbegriff, der Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen beschreibt. Oftmals beruhen die mit bestimmten Lebensmitteln in Verbindung gebrachten positiven gesundheitlichen Wirkungen auf tatsächlich wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhängen. Allerdings ist es fraglich, wie sich solche wissenschaftlichen Erkenntnisse, die etwa unter Laborbedingungen, mit Tierversuchen oder unter Verabreichung sehr hoher Dosen erlangt wurden, auf echte Ernährungsweisen übertragen lassen.“

Superfoods gibt es auch bei uns!

Bei Superfoods denken wir alle natürlich gleich an Chiasamen, Matcha, Goji- und Acaibeeren, Moringa und Co. La Veganista Nicole Just hat für ihr neues Kochbuch den Titel „Iss dich glücklich mit Superfoods“ gewählt. Ich dachte schon wieder so ein Buch über teure Exoten, das brauchst du nicht. Wer aber das Buch umdreht und den Klappentext liest, wird positiv überrascht: „Eigentlich müssten sie ‚Happy Foods‘ heißen! Weil sie nicht nur gesund, sondern auch echte Stimmungsaufheller sind. Bei Nicole Just kommen statt exotischer Wunderbeeren und teurer Urwaldsamen die besten Superfoods aus Gemüsegärten, Kräuterbeet und Supermarktregal auf den Tisch. Und die machen nicht nur satt und fit, sondern auch glücklich und zufrieden. Und das wollen wir doch alle: Vegane Glücksküche für jeden Tag!“

Bohnencremesuppe mit gepopptem Amaranth
Bohnencremesuppe mit gepopptem Amaranth

Nicole schreibt in der Einleitung, dass körperliches Wohlbefinden für sie zum Glücklichsein beiträgt und dazu Essen gehört. Sie hat in ihrer Küche den „eigenen Weg zur Glücksküche gefunden, den ich in diesem Buch mit ihnen teilen möchte.“ Dazu gehören für sie Zutaten, die schon ihre Oma in ihrem Garten angebaut hat und die gerade Saison haben wie Grünkohl, Wirsing, Rote Bete oder Blaubeeren.

Das Buch ist eingeteilt in 5 Kapitel und zwar Service, Frühstücksglück, Streetfood De Luxe, Glücksessen und Süß und Glücklich. So bekommt der Leser im Servicebereich viele Informationen zu heimischen Superfoods unserer Großmütter und einige Grundrezepte beispielsweise für Nusssahne oder Dattelpaste, die Nicole im Buch immer wieder verwendet. Alle Zutaten, die Neu-Veganern eventuell unbekannt sein könnten werden in einem ausführlichen Glossar am Buchende erklärt.

Zum Frühstück serviert sie einen eisenreichen Ironista-Smoothie oder einen Frühstücksreis mit Kokos und Granatapfel. Für die Arbeit unkomplizierte Tempeh-Würstchen oder Super-Bean-Burritos. Zu Mittag gibt es zum Beispiel Kürbisgnocchi mit Haselnuss-Romanesco, Rote-Bete-Päckchen oder ein sahniges Pilzragout mit Mangold und Kartoffeln. Naschkatzen werden verwöhnt mit Hirsecreme mit Vanille und Erdbeeren oder Bananeneis mit Schokosplittern.

Was habe ich ausprobiert?

Ich gebe es zu, ich habe mir schnelle und unkomplizierte Rezepte rausgesucht wie beispielsweise die Bohnencremesuppe mit gepopptem Amaranth, den Ananasshake mit Zitronengras und das Schoko-Malheur, allerdings ohne Beeren, es ist schließlich Winter.

Schoko-Malheur
Schoko-Malheur

Für die Bohnencremesuppe hab ich einfach Zwiebeln und Knoblauch im Topf angeschwitzt, die weißen Riesenbohnen aus der Dose dazu getan und mit Gemüsebrühe abgelöscht. Etwas Weißwein, Agavendicksaft, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat dazu, einmal pürieren – fertig! Superleckere Suppe, die fix ging.

Auch das Schoko-Malheur ging ganz schnell und war wirklich ein Gedicht! Zum Frühstück gab es den Ananas-Shake mit Zitronengras und Sojajoghurt. Köstlich!

Nicole kam 1982 als Enkelin eines Metzgermeisters zur Welt und lernte schon früh, den Wert von Lebensmitteln zu schätzen. Seit Anfang 2009 lebt sie vegan und schreibt darüber seit 2010 auf ihrem Blog vegan-sein.de. Seit Mai 2015 kocht sie regelmäßig im ARD-Buffet. Nicole vermittelt den Spaß am veganen Kochen und Backen auch anderen in Kochkursen. Im Verlag Gräfe und Unzer hat Nicole bereits vier vegane Koch- und Backbücher veröffentlicht und zählt zu einer der erfolgreichsten, veganen Kochbuchautorinnen in Deutschland.


Mehr Informationen

Autorin: Nicole Just
Titel: Iss dich glücklich mit Superfoods (Werbung)
Erschienen: 5. September 2015
Verlag: Gräfe und Unzer
Format: 192 Seiten mit ca. 140 Farbfotos, Hardcover
ISBN: 978-3-8338-4468-3
Preis: 19,99 €

Nicole Just

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Katrin Luber

Online-Redakteurin & Social Media Managerin bei Ist das vegan oder kann das weg?
Ich bin Katrin Luber, lebe seit Oktober 2014 vegan und startete diesen Blog im September 2015. Leser finden hier nützliche Informationen rund um das vegane Leben direkt aus der Praxis. Mein Anspruch ist es, aufzuklären und zu überzeugen, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich wünsche vor allem viel Spaß beim Lesen 😉
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